Die TUI-Aktie (WKN: TUAG00) hat zuletzt wieder eine Menge von ihrem Esprit verloren. Seit Mitte Mai korrigierten die Anteilsscheine von einem Aktienkurs von 5,17 Euro auf das derzeitige Niveau von 4,09 Euro. Hier lässt sich möglicherweise etwas Skepsis vonseiten der Investoren ablesen.

Woher die Skepsis bei der TUI-Aktie kommt? Es könnte unterschiedliche Gründe haben. Die sogenannte Delta-Variante und das Infektionsgeschehen im Rahmen der COVID-19-Pandemie könnten jedoch einen Einfluss haben.

Befindet sich die Reisebranche im Würgegriff der Delta-Variante? Und ist das ein Problem? Dazu könnte es durchaus unterschiedliche Meinungen geben. Riskieren wir einen Blick darauf, was Foolishe Investoren zumindest zur aktuellen Ausgangslage wissen sollten.

TUI-Aktie: Mehrere Baustellen, aber …?!

Grundsätzlich können wir jedenfalls sagen: Die TUI-Aktie und die gesamte Reisebranche besitzen bereits mehrere regionale Baustellen. Die Delta-Variante ist dabei eigentlich bloß das Dachgebilde der Probleme. Insbesondere die hohen Infektionszahlen in Spanien, Portugal, Zypern und anderen Regionen haben bereits zu Einschränkungen geführt.

Begriffe wie Virusvariantengebiet und das bekannte Risikogebiet, eine Einschätzung vonseiten des RKI, sind wieder gefallen. Das könnte den Tourismus belasten. Oder zumindest Unsicherheit säen, die alles andere als gut für das operative Geschäft ist. Das könnte nicht nur den Sommer-Turnaround belasten, sondern im Allgemeinen die TUI-Aktie und auch viele andere Akteure, die von der Reisebranche abhängig sind.

Ist das ein Problem? Zumindest nicht, wenn man einige Funktionäre der Reisebranche und von TUI befragt. Mit Marek Andryszak hat sich jetzt der Deutschlandchef in einem Interview mit der Bild am Sonntag erneut zur veränderten Ausgangslage geäußert. Wobei sich seiner Einschätzung nach kaum praktische Folgen für Urlauber in Spanien durch die neue Risikoeinschätzung ergäben. Wer mit dem Flugzeug aus Mallorca nach Deutschland zurückkehre, der müsse wie bislang auch einen Nachweis über eins der drei Gs mit sich führen. Ansonsten ergäben sich keine Nachteile.

Auch die Buchungszahlen seien weiterhin stabil, wie der Deutschlandchef hinter der TUI-Aktie weiterhin ausführt. Man plane außerdem keine Exklusivität für Geimpfte, sondern mache in den jeweiligen Urlaubszielen wie bislang mit den drei Gs weiter. Alles daher halb so wild …?

Die Ausgangslage ist für mich nicht einfach

Ich kenne zugegebenermaßen keine aktuellen Buchungszahlen und habe keinen Einblick in das allgemeine Zahlenwerk hinter der TUI-Aktie. Trotzdem sehe ich, dass das Infektionsgeschehen in beliebten touristischen Hochburgen zu einem Problem werden könnte. Es gilt schließlich, die weitere Entwicklung und die möglichen Folgen zu beobachten. Nicht nur die aktuelle Ausgangslage in der Retrospektive einzuordnen. Der Sommer dauert schließlich noch ein bisschen.

Für mich schwebt daher über allem die Frage: Kann der Sommer-Turnaround wie geplant und bis zum Ende, möglicherweise mit einer Verlängerung, stattfinden? Natürlich spielt auch der Impfprozess eine Rolle. Die Delta-Variante könnte jedoch Unsicherheit in den Markt gebracht haben. Wie gesagt: Zumindest für mich. Zumal sich auch eine aktuelle Inzidenz von 199 (Quelle: ADAC) für Spanien quantitativ kaum leugnen lässt.

Der Artikel TUI-Aktie: Europa im Delta-Würgegriff – kein Problem?! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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