Die Aktie von TUI (WKN: TUAG00) spürt als Reiseunternehmen weiterhin den Druck, der die gesamte Branche belastet. Durch die aktuelle COVID-19-Epidemie hat sich der Markt noch immer nicht erholt. Tatsächlich gab es zuletzt sogar Anzeichen dafür, dass sich die Situation eher verschlechtert als verbessert.

Viele beliebte Reiseziele, unter anderem Indonesien und speziell Bali oder auch Malaysia, haben neben Ägypten und Tunesien die Beschränkungen erhöht. Das dürfte die Ziele für Reisende unbeliebter werden lassen. Zumindest, wenn man denn überhaupt in der Laune ist, in diesem Jahr zu verreisen.

Ab dem vierten Quartal könnte sich trotzdem die Ausgangslage verbessern. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren wissen sollten. Sowie auch, warum Investoren trotzdem Vorsicht walten lassen sollten.

Viertes Quartal: Länderspezifische Reisehinweise

Wie wir mit Blick auf die Medienlandschaft rund um Reiseaktien wie TUI und weitere feststellen können, läuft eine wichtige Frist per Ende des Monats aus. Demnach werde es ab diesem Zeitpunkt lediglich noch länderspezifische Reisehinweise geben und keine pauschalen Reisewarnungen mehr in viele Richtungen. Das könnte wiederum etwas Bewegung in den Markt bringen. Könnte.

Für TUI jedenfalls sei das ein Schritt in eine richtige Richtung. Individuellere Bewertungen seien ein guter Ansatz, der jedoch noch nicht weit genug ginge. Künftig, so die Forderung, sollten Hinweise noch stärker regional eingegrenzt werden. So wie deutschlandweit beispielsweise auch von einzelnen kritischen Landkreisen berichtet wird, wo die Ausbreitung besonders hoch ist.

Fest steht jedenfalls: Durch die nicht mehr pauschalen Warnhinweise könnte das Interesse an Reisen in gewisse Regionen wieder größer werden. So zumindest die Hoffnung in der Theorie. Trotzdem sollten Investoren nicht von einem zwingenden, nahenden Turnaround ausgehen. Es gibt weiterhin Faktoren, die belasten könnten.

Reisewarnungen nicht das einzige Problem

Reisewarnungen oder Hinweise vonseiten der Bundesregierung sind nicht das Einzige, das sich auf das Interesse auswirkt. Wie wir gerade mit Blick auf die letzten Wochen feststellen können, werden einzelne Staaten in letzter Zeit restriktiver. Das zeigt: Die Unsicherheit im Markt ist immer noch hoch, in welche Regionen man reisen kann. Oder in welche Regionen man in einigen Wochen oder Monaten noch reisen kann.

Das könnte das Interesse empfindlich bremsen, zumal nicht nur die Ziele weniger werden dürften. Sondern möglicherweise auch das Interesse: Saisonal ist der Herbst zwar noch eine Nebensaison. Je weiter wir uns in den Winter bewegen, desto geringer könnte die Nachfrage generell werden.

Trotzdem: Perspektivisch spricht TUI von einem größeren Interesse im Jahre 2021, was in Teilen jedoch zumindest an Umbuchungen aus diesem Jahr liegt. Aber immerhin: Sollte das Jahr 2021 im Sommer nicht mehr so stark vom Coronavirus im Bann gehalten werden, könnte hier womöglich ein operativer Turnaround lauern.

TUI: Jetzt kaufen?

Ob Investoren jetzt auf den TUI-Zug aufspringen sollten, sollte man sich daher gut überlegen. Fest steht im Moment: Die Ausgangslage wird nicht einfacher, selbst wenn einige Warnungen jetzt auslaufen. Saisonal könnte es schwierig werden und die Warnhinweise sind nicht das Einzige, was die Nachfrage belastet.

Der nächste Sommer könnte eine bessere Saison werden und einige Investoren hoffen schon jetzt, dass bis dahin viel passiert. Die Unsicherheit ist jedoch groß, zumal es auch Kredite gibt, die zurückgezahlt werden müssen. Die Aussicht auf Rendite könnte daher durchwachsen bleiben.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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