Die TUI-Aktie (WKN: TUAG00) befindet sich weiterhin in einer schwierigen Zeit. Der Blick auf die jüngsten Meldungen rund um das Reiseunternehmen verdeutlichen das. Immerhin sah sich das Management offenbar gezwungen, weitere Milliardenhilfen aufzunehmen, um die Krise zu bewältigen.

Aber auch andere Zahlen sind weiterhin relevant. Vor allem jetzt, da TUI frische Zahlen zum abgelaufenen, letzten Geschäftsjahr verkündet hat.

Lass uns daher einen Blick auf dieses Zahlenwerk riskieren. Sowie auch darauf, wann das Management hinter der TUI-Aktie mit etwas operativer Besserung rechnet. Oder wieder mit mehr Normalität als in den letzten Wochen und Monaten.

TUI-Aktie: Die frischen Zahlen im Blick

Wie jetzt ein Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt, ist das vergangene Börsenjahr 2019/20 wirklich sehr durchwachsen gewesen. Der Umsatz sank auf Jahresbasis beispielsweise auf 7,9 Mrd. Euro. Noch im Vorjahr lag dieser Wert bei 18,9 Mrd. Euro, was mehr als das Doppelte dessen gewesen ist. Alleine der Blick auf die letzten Quartale hat einen solchen Rückschluss jedoch zugelassen.

Ergebnisseitig ist es ebenfalls alles andere als top. Unterm Strich wies TUI einen Verlust in Höhe von 3,1 Mrd. Euro im letzten Geschäftsjahr aus. Noch im Vorjahr lag dieser Wert bei 416 Mio. Euro, was ebenfalls kein Rekordjahr markiert hat. COVID-19 hat die Ausgangslage natürlich noch einmal verschlimmert.

Das Management gibt sich jedoch weiterhin kämpferisch bis zuversichtlich. So gebe es Licht am Ende des Tunnels und die Perspektiven für den Reisemarkt und auch für TUI seien gut. Nach einem Übergangsjahr 2021 rechne man im Jahre 2022 mit einem Niveau ca. von vor der COVID-19-Krise. Das könnte zumindest ein Stück weit Normalität bedeuten. Wobei wir jetzt eben erst vor dem Übergangsjahr 2021 stehen.

In der angelaufenen Wintersaison liegen die Buchungen ca. 82 % unter dem Vorjahr. Das heißt, dass jetzt, in Zeiten des Lockdowns light, lediglich 20 % des eigentlichen Geschäftsvolumens verzeichnet werden können. Allerdings: Das sei besser als nichts, wie das Management bei der Präsentation dieser Zahlen verkündete. Man habe außerdem das Schlimmste bereits gesehen. Da kann es ja eigentlich nur noch bergauf gehen, oder?

Eine brisante Perspektive

Nun, mittelfristig kann man das durchaus annehmen. Keine Frage: Der Reisemarkt wird durch COVID-19 nicht in Gänze zerstört. Das impliziert, dass TUI wieder zu einer gewissen Normalität zurückfinden wird. Das ist jedenfalls die eine Seite der Medaille.

In der Zwischenzeit gilt es jedoch weiterhin die Krise zu bewältigen und die aktuellen Zahlen zur Wintersaison zeigen, dass TUI noch immer weit von der Normalität entfernt ist. Die Zwischenzeit ist das, worüber sich Foolishe Investoren vielleicht sorgen sollten.

TUI verbrennt in jedem Monat und in jedem Quartal eine Menge Cash, wobei die Liquiditätshilfen auch nicht unendlich sein werden. Auch die kommende Hauptreisesaison im Sommer ist einerseits noch weit entfernt. Sowie andererseits fraglich, ob die Restriktionen bis dahin wirklich beendet sein werden.

Zudem ist TUI hochverschuldet, was unternehmensorientiert ebenfalls eine gewisse Brisanz besitzen dürfte. Die TUI-Aktie kann daher eine Turnaround-Option besitzen. Viele Fragezeichen sind jedoch noch nicht final geklärt. Zudem steckt das Reiseunternehmen weiterhin inmitten der Krise. Das haben die Zahlen noch einmal bestätigt.

TUI-Aktie? Vielleicht bessere Alternativen …

Ob man daher auf den TUI-Turnaround setzen sollte, müssen sich Foolishe Investoren gut überlegen. Es bleibt bei einer prekären Ausgangslage und der Konzern ist hochverschuldet. Ich jedenfalls bleibe der TUI-Aktie lieber fern.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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