Die Dotcom- und die Immobilienblase 2008 – sie alle zerplatzten mit schwerwiegenden Folgen. Doch es handelt sich keinesfalls um ein modernes Phänomen. Zum ersten Mal crashte 1637 die Börse in Amsterdam.

Neuer Markt und Subprime-Kredite: Die größten Blasen der jüngsten Geschichte


Zum Jahrtausendwechsel gingen die Aktienkurse am Börsensegment „Neuer Markt“ durch die Decke. Was heute als „Dotcom-Blase“ bekannt ist, war eine weltweite Überbewertung neuer Unternehmen, vor allem im IT-Bereich. Diese gingen an die Börse, ohne vorher jahrelange Gewinne vorzuweisen. Der mit viel Medienrummel und Werbung begleitete Börsengang der Deutschen Telekom und der allgemeine Hype um neue Kommunikationstechnologien förderten das Aufblähen der Blase. Selbst Start-ups, die Verluste schrieben und absurde Geschäftsideen hatten, wurden von Banken und Anlegern mit Geld gespeist. Falsche Ad-hoc-Meldungen der Unternehmen über Projekte sollten die Investoren bei Laune halten und ihre Fantasie ankurbeln. Teilweise erfundene Aufträge und Kunden täuschten in manchen Unternehmen einen nicht vorhandenen Umsatz vor. Die Partystimmung konnte jedoch nicht auf Dauer die Verluste der Firmen kaschieren. Nachdem der Nasdaq (National Association of Securities Dealers Automated Quotations) in den USA und der Nemax (Neuer-Markt-Index) in Deutschland im März 2000 ein Rekordhoch erlebte, brachen die Kurse ein. Zwei Drittel der Unternehmen am Neuen Markt gingen insolvent, laut Manager Magazin wurden etwa 200 Milliarden Euro Börsenbewertung verbrannt, etliche Arbeitnehmer im IT-Bereich wurden arbeitslos. Im Juni 2003 wurde der Nemax von der Deutschen Börse geschlossen.



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Quelle: Fondsdiscount.de