BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Landkreistag wünscht sich zur Koordinierung der Hilfe für Flüchtlinge aus der Ukraine eine noch engere Abstimmung mit dem Bund. "Wir stehen in engem Austausch mit dem Bundesinnenministerium und sind selbstverständlich auch bereit, uns in einem möglichen Koordinierungsgremium auf Bundesebene zu engagieren", sagte der Präsident des kommunalen Spitzenverbandes, Reinhard Sager, am Dienstag. "Damit alles gut laufen kann, ist eine frühzeitige Einbeziehung in politische Entscheidungen und ein gutes Zusammenwirken im Interesse der Vertriebenen unerlässlich", fügte er hinzu.

Sager zeigte sich zugleich tief beeindruckt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. "Ob es die Aufnahme der zu uns Kommenden in Unterkünften oder Einrichtungen ist oder die breite Bereitschaft in der Bevölkerung, Familien vorübergehend bei sich aufzunehmen - es bestehen eine sehr große menschliche Verbundenheit, Empathie und Mitgefühl." Dies unterstütze die Landkreise bei der Unterbringung der Kriegsflüchtlinge. Mancherorts seien kurzfristig Wohnungsbörsen ins Leben gerufen worden. In diesem Zusammenhang sei es gut, dass die EU-Innenminister den Weg frei gemacht hätten für die rasche Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz./abc/DP/jha