BERLIN (dpa-AFX) - Die Bereitschaft, sich auf das Coronavirus testen zu lassen, ist laut einer Umfrage in Deutschland gestiegen. In einer repräsentativen Befragung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Ende April gaben 59 Prozent der Befragten an, in den vergangenen zwei Wochen Corona-Testangebote genutzt zu haben. Das sind laut BfR zehn Prozentpunkte mehr als Mitte April und knapp 20 Prozentpunkte mehr als Ende März.

Die nächtliche Ausgangssperre ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 hielten 60 Prozent der Befragten für unangemessen. "Interessant ist, dass sich die Einschätzung zwischen den Altersgruppen stark unterscheidet", sagte BfR-Präsident Andreas Hensel. "Während unter den Befragten ab 60 Jahren 57 Prozent die Maßnahme befürworten, tut dies bei den unter 40-Jährigen nur etwa ein Fünftel." Auch, dass bestimmte Geschäfte geschlossen sind, traf demnach bei rund 60 Prozent der Befragten nicht auf Zustimmung.

Das BfR befragt in regelmäßigen Abständen zufällig ausgewählte Menschen unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und des Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1000 Befragten durchgeführt. Das Institut ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft./trö/DP/mis