BERLIN (dpa-AFX) - Viele Mittelständler sorgen sich laut einer Umfrage um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Sie fordern neben Bürokratieabbau vor allem mehr Investitionen in Digitalisierung, Infrastruktur und Innovation. Zu den wichtigsten Themen für den Mittelstand in der nächsten Legislaturperiode zählt laut der Umfrage des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft und anderer Verbände außerdem, Steuern und Abgaben zu senken, dazu kommt die Klimapolitik sowie der Fachkräftemangel.

Die Kanzlerkandidaten von Union, SPD und Grünen bekämen vom Mittelstand derzeit die kalte Schulter gezeigt, sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger der Deutschen Presse-Agentur. Laut Umfrage traue jeder zweite Mittelständler keinem der drei Kandidaten die nötige Kompetenz zu, Deutschland in die Zukunft zu führen. "Ich kann Frau Baerbock, Herrn Laschet und Herrn Scholz daher nur dringend empfehlen, die Sorgen des Mittelstands ernster zu nehmen und seine Bedürfnisse in ihre Wahlagenda zu integrieren." Wer die Rahmenbedingungen für den Mittelstand verbessere, könne auch mit den Stimmen des Mittelstands rechnen.

Konkret nannten auf die Frage "Wen würden Sie bei einer Direktwahl zur Bundeskanzlerin oder zum Bundeskanzler wählen?" 28 Prozent der Befragten CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet, 15,5 Prozent Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und 6,5 Prozent SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz./hoe/DP/zb