DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Verbraucher in Deutschland greifen beim Einkauf im Supermarkt, beim Discounter oder im Drogeriemarkt längst nicht mehr so selbstverständlich zu den gewohnten Markenartikeln wie früher. Das geht aus einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Dabei sagten fast 40 Prozent der Verbraucher, dass sie heute offener für neue Produkte und Marken seien als noch vor fünf Jahren. Gerade einmal 13 Prozent der Befragen gaben an, dass sie im Bereich Haushalt und Lebensmittel nur selten neue Marken und Produkte kaufen.

"Die Deutschen legen sich bei ihren Marken und Produkten immer seltener langfristig fest", beschreibt der Nielsen-Handelsexperte Fred Hogen die Entwicklung. Vielmehr gehörten das Neuentdecken und der Markenwechsel für viele mittlerweile zum Einkaufserlebnis dazu.

Wie treu die Verbraucher ihren bisherigen Lieblingsprodukten sind, darüber entscheidet bei Waren des täglichen Bedarfs Nielsen zufolge vor allem ein Punkt: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Für gut zwei Drittel der Befragten sei dies der Hauptgrund für den Wechsel von Marken und Produkten. Doch auch Sonderangebote und Preissenkungen spielten eine große Rolle. Soziale Verantwortung war dagegen nur für gut ein Drittel der Befragten der häufigste Grund für einen Markenwechsel.

Allerdings ist die Wechselbereitschaft der Umfrage zufolge nicht bei allen Produkten gleich ausgeprägt. Besonders wichtig ist der Markenname den Deutschen demnach bei Kaffee und Tee sowie bei Haut- und Haarpflegeprodukten./rea/DP/zb