BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts der zuletzt trockenen Sommer und der aktuellen Wasserknappheit einzelner Gemeinden fordert Umweltministerin Svenja Schulze ein Umdenken bei der Verteilung von Wasser. Für die Nutzung brauche es dringend eine Hierarchie und neue Regeln, sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Montag). Die höchste Priorität habe die Versorgung der Menschen mit Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen, daran dürfe es keinen Zweifel geben. "Das ist ein Menschenrecht." Danach werde es spannend, sagte Schulze

- und nannte als ein Beispiel die Frage, ob zuerst das Schwimmbad

dichtmachen müsse oder die Bewohner einer Stadt ihre Gärten nicht mehr wässern dürften. Schulze verwies darauf, dass solche Entscheidungen auch in Zukunft immer vor Ort getroffen würden. Sie lege aber im kommenden Jahr eine nationale Wasserstrategie vor, um den lokalen Behörden klarere Vorgaben und Orientierungen an die Hand zu geben./toz/DP/stk