KENILWORTH (dpa-AFX) - Die Corona-Krise sorgt beim US-Pharmakonzern Merck & Co noch immer für Gegenwind. Die selteneren Arztbesuche von Patienten und die beschleunigten Covid-19-Impfkampagnen gingen insbesondere im Heimatmarkt zu Lasten des Geschäfts mit Impfungen gegen andere Krankheiten, wie der Konzern am Donnerstag in Kenilworth mitteilte. Für das Gesamtjahr schraubte der Konzern einen Teil seiner Jahresziele herunter, behielt aber die für den Kapitalmarkt maßgeblichen Prognosen für die bereinigten Ergebnisse bei.

Mit knapp 12,1 Milliarden US-Dollar stagnierten die Erlöse im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr. Gute Geschäfte machte Merck dabei aber zum Jahresauftakt weiterhin mit Kassenschlagern wie etwa seinem Krebsmedikament Keytruda. Das für die Konzernprognose maßgebliche um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) ging um sieben Prozent auf 1,40 Dollar zurück. Bei beiden Kennziffern hatten Analysten mit besseren Resultaten gerechnet. Unter dem Strich sank der Gewinn des Pharmagiganten leicht auf knapp 3,2 Milliarden Dollar - hier belasteten auch Kosten im Zusammenhang mit der Abspaltung des Pharmaunternehmens Organon./tav/jha/