BERLIN (dpa-AFX) - Die Union im Bundestag hat der Ampel-Koalition vorgeworfen, bei vielen jungen Familien den "Traum von den eigenen vier Wänden" zum Platzen zu bringen. "Er bleibt ein Traum", sagte der Unionsbauexperte Jan-Marco Luczak (CDU) am Freitag im Bundestag.

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) wies die Vorwürfe zurück. Sie warb im Gegenzug bei der Union um Unterstützung, die in den 16 Bundesländern unterschiedliche Bauordnung zu vereinheitlichen.

Luczak sagte: "Ein Eigenheim (.) - das ist gelebte Freiheit." Beim Baukindergeld, das noch unter dem damaligen Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) eingeführt wurde, würden wegen fehlender Gelder wahrscheinlich berechtigte Familien leer ausgehen. Bei der Bauförderung gebe es ein reines Chaos, und die Regierung habe viele Familien damit vor den Kopf gestoßen.

Bei der Förderung energiesparender Neubauten hatte es einen Antragsstopp gegeben. Seit Mitte April können Mittel aus einer zweiten Stufe mit anspruchsvolleren Vorgaben beantragt werden.

Geywitz kündigte unter anderem an, den Stau bei der Gebäudesanierung angehen zu wollen, erwähnte steigende Möglichkeiten von Steuerabschreibungen und ging auf die Baukostensteigerungen ein. Eine Option sei serielles oder modulares Bauen. "Ja, das sieht dann auch schön aus, ja das kann man auch mit nachhaltigen Materialien machen, und nein, das sieht nicht aus wie in den 70ern Jahren." Möglich sein müsse es aber, Gebäude von demselben Bautyp von Hamburg bis München zu bauen. Damit wolle sie mit den Ländern sprechen./bw/DP/eas