BERLIN (dpa-AFX) - Die Unionsfraktion im Bundestag fordert im Fall des russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny eine klare Position. Die Europäische Union (EU) brauche eine geschlossene Haltung gegenüber Russland. "Dabei erscheint es am wirksamsten, das enorme ausländische Vermögen der Putin-Nomenklatura einzufrieren", sagte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), am Mittwoch. "Jeglicher Giftgaseinsatz wird geächtet, weil er gegen geltende Normen der internationalen Staatengemeinschaft verstößt."

Vom ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) erwartet die Bundestagsfraktion reflektiertes Handeln. "Das Deutschlandbild im Ausland wird auch vom Verhalten ausgeschiedener Bundeskanzler geprägt", so Hardt. "Diese haben nach dem Ende ihres Amtes weiterhin die moralische Pflicht, dem Ansehen Deutschlands nicht zu schaden."

Am Dienstag hatte die Chemiewaffen-Kontrollbehörde OPCW bestätigt, dass der Kremlgegner mit einem chemischen Nervengift der Nowitschok-Gruppe vergiftet wurde./dba/DP/stw