Den Energiekonzern Uniper trifft die Gasknappheit hart, doch die Beteiligung des Bundes ist eine Hoffnungsschimmer. Heute gibt es Neuigkeiten in Bezug auf ein Wasserstoffprojekt, aber die Meinungen der Anleger über ein Investment in Uniper gehen auseinander.

Wasserstoff-Projekt für die Energiewende

Der Energiekonzern Uniper hat am heutigen Montag den Förderbescheid in Höhe von rund 2,4 Millionen Euro für ein Wasserstoff-Pilotprojekt vom Niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies überreicht bekommen, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. 

Geplant ist die Erprobung einer speziell für die Speicherung von Wasserstoff errichteten Salzkaverne an dem seit 2017 nicht mehr kommerziell genutzten Erdgasspeicher in Krummhörn. Bis 2024 soll der Speicher mit einem Speichervolumen von bis zu 250.000 Kubikmeter Wasserstoff in Betrieb gehen. 

10 Millionen Euro Investition 

Während der Probezeit sollen die Werkstoffe auf Wasserstoff-Verträglichkeit untersucht werden und Erfahrungen bei der Speicherung von grünem Wasserstoff in einer Salzkaverne sowie dessen Anlieferung und Weiternutzung gesammelt werden. Insgesamt investiert Uniper rund 10 Millionen Euro in das Projekt. 

Doug Waters, Managing Director von Uniper Energy Storage, wird in der Pressemitteilung zitiert: „Wir freuen uns über die Förderzusage des Landes Niedersachsen. Wir sammeln mit dem Pilotprojekt die Erfahrungswerte, die wir in einer Welt ohne fossile Energieträger dringend benötigen: nämlich, wie wir die Speicherfähigkeit von grünem Strom in einer CO2-freien Zukunft realisieren können.“.

Beteiligung des Bundes

Seit Ende letzte Woche steht es fest: Der Bund wird in Form einer Kapitalerhöhung von etwa 267 Millionen Euro eine Beteiligung von rund 30 Prozent an Uniper erwerben um finanzielle Stabilität zu geben. Grund für die kritische Lage des Energieversorgers Uniper sind die Gaslieferkürzungen aus Russland und sowie die damit verbundenen steigenden Preise.

Zu dem Maßnahmenpaket zählt neben der Beteiligung von 30 Prozent auch die Erweiterung der KfW-Kreditlinie (staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau) auf 9 Milliarden Euro, um den Liquiditätsbedarf zu sichern. Zuvor lag die Grenze bei 2 Milliarden Euro und auch die Verwendungszwecke sollen ausgeweitet werden. 

Weitere Unterstützung 

Zudem soll ab dem 1. Oktober dieses Jahres ein Mechanismus zur Weitergabe von 90 Prozent der Ersatzbeschaffungskosten für alle Importeure infolge der der russischen Gaskürzungen eingeführt werden, heißt es in der Pressemitteilung von Uniper. Demnach steht die Bundesregierung für Unterstützung bereit, falls die Verluste aufgrund v on Ersatzbeschaffungskosten, die nicht durch operative Gewinne aus anderen Geschäftsbereichen kompensiert werden können, den Betrag von 7 Milliarden Euro übersteigen. 

Die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen von Uniper, welche bisher für den 2. August geplant war, wird auf einen späteren Termin im August verlegt. 

Die Uniper-Aktie

Das Jahr 2022 verläuft für die Uniper-Aktie bisher bergab. Nach einem ersten Absturz im März von rund 40 Euro auf zwischenzeitlich 17 Euro fiel der Kurs im Juli erneut deutlich auf aktuell 6,28 Euro.

JinkoSolar-Aktie

Für die Anleger im BörsenNews-Forum ist die aktuelle Situation schwierig und die Meinungen über die beste Vorgehensweise gehen auseinander. Nutzer Toginio schreibt: “Ich hoffe wir halten uns um die 7€. Wäre für heute schonmal ein Lichblick”. Nutzer Bärliner2 lässt sich von der Unsicherheit nicht abschrecken: “Ganz heißes Eisen, genau mein Geschmack.  Mal auf die Watchlist gepackt”. Auch Nutzer Jack14 sieht die derzeitige Ambivalenz: “Gute Einstiegskurse zur Zeit, es könnte aber auch im Totalverlust enden.”. Die gesamte Unterhaltung finden Sie hier.

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