NEW YORK (dpa-AFX) - Als sicher empfundene Anlagen wie US-Staatsanleihen waren zu Wochenbeginn gefragt. Beobachter nannten die allgemeine Flucht von Anlegern aus dem Risiko als Grund. Dabei paarten sich am Montag die Zins- und Inflationssorgen vermehrt mit der Sorge vor politischen Spannungen mit Russland. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) stieg zu Beginn der Schlussstunde um 0,12 Prozent auf 128,47 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere fiel im Gegenzug auf 1,74 Prozent. Vor knapp einer Woche hatte sie noch ein Zweijahreshoch von 1,9 Prozent erreicht.

Die Stimmung an den Aktienmärkten trübte sich zu Wochenbeginn weiter ein. Dort belastet schon länger die Erwartung schnellerer Zinsanhebungen durch die Fed. An diesem Mittwoch gibt die US-Notenbank ihre neuen Entscheidungen bekannt und dürfte sich dabei auch zu deren Zukunft äußern. Es wird erwartet, dass sie im März den Startschuss für eine Zinswende gibt. Finanzanlagen wie Aktien reagieren häufig negativ auf die Perspektive steigender Zinsen.

Unterstützung erhielten sichere Anlagen auch von der zunehmend angespannten Lage im Ukraine-Konflikt. Während Russland immer mehr Truppen an der Grenze zum Nachbarland zusammenzieht, erwägen die USA eine Aufstockung ihres Truppenkontingents in Osteuropa. Auch andere Nato-Mitglieder reagierten auf die zunehmenden Spannungen. Russland warf der Nato einen Eskalationskurs vor./tih/he