NEW YORK (dpa-AFX) - Nach einem anfänglich überwiegenden Anstieg sind die Kurse von US-Staatsanleihen am Mittwoch bei längeren Laufzeiten ins Minus gerutscht. Thema des Tages war die US-Notenbank Fed, die ihr Protokoll von der letzten Zinssitzung veröffentlichte. Die Währungshüter hoben darin wirtschaftliche Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem weiteren Verlauf der Corona-Krise hervor.

"Die Mitglieder waren sich einig, dass die anhaltende Krise der öffentlichen Gesundheit kurzfristig die wirtschaftliche Aktivität, die Beschäftigung und die Inflation schwer belastet", hieß es in dem Protokoll. Mit Blick auf die Kommunikation ruderte der geldpolitische Ausschuss etwas zurück. Eine Reihe von Mitgliedern sprach sich dafür aus "irgendwann" für mehr Klarheit beim künftigen Zinspfad, der sogenannten Forward Guidance, zu sorgen. Im letzten Protokoll hatte es noch geheißen, dass man dies auf einem der nächsten Treffen machen wolle.

Gesprächsstoff lieferten auch die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China. Washington hat geplante Gespräche mit Peking zur Überprüfung der erzielten Fortschritte seit dem Abschluss eines Teilhandelsabkommens im Januar bis auf Weiteres abgesagt. Mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie, die ihren Ursprung um den Jahreswechsel in China genommen hatte, sagte US-Präsident Donald Trump: "Nach dem, was sie diesem Land und der Welt angetan haben, will ich jetzt nicht mit China sprechen."

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 31/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,139 Prozent. Fünfjährige Anleihen stagnierten bei 99 28/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,277 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen verloren 2/32 Punkte auf 99 16/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,675 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren fielen um 16/32 Punkte auf 99 Punkte. Sie rentierten mit 1,416 Prozent./tih/he