NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen sind am Mittwoch als Zuflucht der Anleger in unsicheren Krisenzeiten vor allem in längeren Laufzeiten gefragt gewesen. Während die Aktienmärkte wegen der Coronavirus-Pandemie einen neuen Ausverkauf erlebten, flohen die Investoren in Anlagen mit sicherem Charakter, darunter neben den US-Staatsanleihen auch der US-Dollar. Vor allem wegen der Ausbreitung des Virus in den Vereinigten Staaten machten sich an den Börsen wieder Ängste breit. Im Tagesverlauf ließ der Schwung insgesamt aber etwas nach.

Neue Wirtschaftsdaten zeigten am Mittwoch Bremsspuren des Virus auf: In den USA fiel der ISM-Einkaufsmanagerindex für die Industrie unter die Wachstumsschwelle. Außerdem baute dort der Privatsektor erstmals seit etwa zweieinhalb Jahren wieder Arbeitsplätze ab. In beiden Fällen waren die Daten zwar nicht so düster wie von einigen Experten befürchtet, sie galten aber auch als verzerrt. Im Falle des ISM wurde auf Störungen der Lieferketten verwiesen. Der Jobbericht des Dienstleisters ADP erfasste die ersten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nur teilweise.

Zweijährige Anleihen legten zuletzt um 1/32 Punkt auf 100 9/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,23 Prozent. Fünfjährige Anleihen standen mit 100 21/32 Punkten 2/32 Punkte höher. Sie rentierten mit 0,37 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere kletterten um 12/23 auf 108 10/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,63 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren stiegen um 29/32 auf 117 20/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,29 Prozent./jkr/bek/tih/he