NEW YORK (dpa-AFX) - US-Staatsanleihen haben am Donnerstag von schwachen Arbeitsmarktdaten aus den Vereinigten Staaten profitiert. Auch die Entwicklung der Corona-Pandemie und der Brexit-Verhandlungen spielte den als sicher geltenden festverzinslichen Wertpapieren in die Karten. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) legte um 0,16 Prozent auf 137,85 Punkte zu, während die Rendite der zehnjährigen Anleihe entsprechend auf 0,91 Prozent sank. Die Aktienkurse an der Wall Street zeigten eine durchwachsene Entwicklung.

In der vergangenen Woche war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend deutlich gestiegen. Zudem wurden wegen der aktuell steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen in den USA Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verschärft. Am Mittwoch hatte die Zahl der dort binnen 24 Stunden erfassten Corona-Toten erstmals über 3000 gelegen. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages überschritt erneut die Marke von 200 000, blieb aber unter ihrem Rekordwert.

Indes gibt es nach wie vor gibt es keinen Durchbruch im angestrebten Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union, das nach dem Brexit Ende des Jahres gelten soll. In einem Spitzengespräch am Mittwochabend hatten sich zwar beide Seiten eine Frist bis Sonntagabend gesetzt. Der britische Premierminister Boris Johnson dämpfte die Hoffnungen auf eine Einigung deutlich, schloss aber nicht aus, dass die Gespräche auch nach Sonntag fortgesetzt werden. Derweil schlug die EU-Kommission Notmaßnahmen vor, die im Falle eines No-Deal-Brexit in Kraft treten sollen./gl/men