NEW YORK (dpa-AFX) - Die Kurse von US-Staatsanleihen haben am Freitag wegen Konjunktursorgen im frühen Handel überwiegend zugelegt. An den Finanzmärkten blickten die Anleger kurz vor dem Wochenende besorgt auf die konjunkturelle Entwicklung in China. Die Führung in Peking hat zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses nicht wie üblich ein Wachstumsziel vorgegeben und auf die hohe Unsicherheit wegen der Corona-Krise hingewiesen.

Außerdem wurden am Markt nach Einschätzung von Beobachtern neue Spannungen zwischen den USA und China befürchtet, nachdem US-Präsident Donald Trump Peking zuletzt abermals heftig wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie kritisiert hatte. Die USA drohen darüber hinaus mit einer scharfen Antwort, falls China Hongkongs Sonderstatus antasten sollte. Dies sorgte für eine allgemein stärkere Nachfrage nach als sicher empfundenen Anlagen wie US-Anleihen.

Nachdem es am Morgen zu deutlichen Kursverlusten an den asiatischen Aktienmärkten gekommen war, zeigte sich an den europäischen Börsen am frühen Nachmittag wenig Bewegung. Auch die New Yorker Wall Street wurde zum Handelsstart kaum verändert erwartet. Im Tagesverlauf werden keine wichtigen US-Konjunkturdaten veröffentlicht, die für neue Impulse sorgen könnten.

Zweijährige Anleihen verharrten bei 99 29/32 Punkten. Sie rentierten mit 0,16 Prozent. Fünfjährige Anleihen stiegen um 2/32 Punkte auf 100 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 0,33 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen legten um 13/32 Punkte auf 99 27/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 1,13 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 15/32 Punkte auf 97 2/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,37 Prozent./jkr/bgf/he