NEW YORK (dpa-AFX) - US-amerikanische Staatsanleihen sind am Mittwoch mit Kursgewinnen in den Handel gegangen. Marktteilnehmer erklärten die höhere Nachfrage nach als sicher empfundenen Wertpapieren mit der schwach erwarteten Börseneröffnung. Wichtige Konjunkturdaten werden nicht erwartet.

Am Abend veröffentlicht die amerikanische Notenbank Fed ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Fachleute erhoffen sich Hinweise auf den geldpolitischen Kurs. Zurzeit wird an den Finanzmärkten verstärkt auf eine baldige Zinssenkung der Federal Reserve gesetzt. Als Gründe gelten die schwächere Weltwirtschaft, die mäßige Inflation sowie die zahlreichen politischen Risiken, darunter der Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Einige Ökonomen vergleichen die Situation mit den Jahren 1995/96, als die Fed vorherige Zinsanhebungen ein Stück weit korrigierte. Genährt werden derartige Spekulationen durch Äußerungen einzelner Notenbanker. So bezeichnete der regionale Fed-Präsident von St. Louis, James Bullard, den bislang letzten Zinsschritt der Fed vom Dezember als "etwas überzogen". Bullard steht allerdings stets für eine lockere geldpolitische Haltung.

Zweijährige Anleihen stiegen um 1/32 auf 100 1/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,23 Prozent. Fünfjährige Anleihen erhöhten sich um 3/32 auf 100 7/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,20 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Anleihen gewannen 6/32 auf 99 23/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,41 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren kletterten um 9/32 auf 100 29/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,83 Prozent./bgf/jkr/mis