NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Turbulenzen sind die Kurse von US-Staatsanleihen am Donnerstag weiter gestiegen. Umgekehrt fielen die Renditen, zehnjährige Rentenpapiere warfen zwischenzeitlich erstmals seit 2016 wieder weniger als 1,5 Prozent ab. Am Vortag hatten die Anleihen der Vereinigten Staaten wegen der seltenen Situation einer "inversen Zinskurve" bereits sehr starken Zulauf bekommen. Dabei rentierten zweijährige Kurzläufer höher als die zehnjährigen Papiere, was am Markt als Rezessionssignal gewertet wurde.

Tendenziell stützte die extreme Unsicherheit an den Finanzmärkten die Anleihen weiter. Diese drückte sich allgemein in starken Schwankungen aus, der New Yorker Aktienmarkt wechselte wie zuvor schon jener in Europa munter seine Vorzeichen. Robuste Konjunkturdaten aus den USA dämpften die Kursentwicklung bei den Staatsanleihen nur zeitweise. Keine Entspannung ist auch weiter im Handelskonflikt zwischen den USA und China in Sicht.

Zweijährige Anleihen stiegen um 5/32 Punkte auf 100 15/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,500 Prozent. Fünfjährige Anleihen kletterten um 10/32 Punkte auf 101 18/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,422 Prozent. Richtungweisende zehnjährige Papiere rückten um 14/32 Punkte auf 100 28/32 Punkte vor. Sie rentierten mit 1,530 Prozent. Longbonds mit einer Laufzeit von dreißig Jahren gewannen 25/32 Punkte auf 105 31/32 Punkte. Sie rentierten mit 1,985 Prozent. Ihre Rendite fiel damit unter die Schwelle von 2 Prozent./tih/he