In diesen Tagen prasseln zahlreiche wichtige Konjunktur- und Preisdaten auf die Marktakteure am Devisenmarkt ein. Impulse sind daher zu erwarten und da sich einige Währungspaare an wichtigen charttechnischen Schaltstellen befinden, könnten es Impulse sein, die die Richtung für die nächste Zeit vorgeben.

In der Vergangenheit thematisierten wir an dieser Stelle ein ums andere Mal die spannende Konstellation bei USD/JPY.

Unter charttechnischen Aspekten verliefen die letzten Wochen bei USD/JPY durchaus turbulent und auch nicht immer, wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre. Der Greenback löste zunächst eine bärische Keilformation regelkonform über die Unterseite auf. Nennenswerter Abgabedruck stellte sich daraufhin jedoch nicht ein, stattdessen übernahm der US-Dollar wieder die Kontrolle und attackierte die Zone um 109,5 JPY. Zum damaligen Zeitpunkt erwies sich diese Hürde jedoch als zu hoch und erst jetzt tauchte der Greenback in Richtung 108,0 JPY ab. Obwohl die vorliegenden Verkaufssignale "eigentlich" einen Bruch dieser Zone favorisiert haben, hielt sie Stand und der Greenback drehte erneut nach oben und dieses Mal durchbrach er die 109,5 JPY. Aktuell nimmt er nun den eminent wichtigen Widerstandsbereich bei 110,0 JPY ins Visier. Leitet der US-Dollar damit den Befreiungsschlag ein? Sollte es über die 110,0 JPY gehen, stünden mit den 110,6 JPY und 111,0 JPY zwei weitere potentielle Bewegungsziele parat. Um das bullsche Szenario am Laufen zu halten, sollte es nun tunlichst nicht mehr unter die 109,0 JPY, idealerweise nicht mehr unter die 109,0 JPY gehen. Profitieren konnte der Greenback unter anderem von der recht robusten Entwicklung der US-Verbraucherpreise im Dezember. Mit einem Plus im Jahresvergleich in Höhe von 2,3 Prozent lag das Plus über dem des Novembers (+2,1 Prozent im Jahresvergleich). Im weiteren Verlauf des heutigen Handelstages stehen noch die aktuellen US-Erzeugerpreise auf der Agenda. Auch gegen den Euro konnte der US-Dollar zuletzt wieder zulegen und hierbei den "Höhenflug" der Gemeinschaftswährung vorerst stoppen.

Zum Jahreswechsel attackierte der Euro noch einmal den Widerstandsbereich um 1,12 US-Dollar. Es gelang dem Euro in der Folgezeit aber nicht, das Niveau jenseits der 1,12 US-Dollar dauerhaft zu behaupten. Der US-Dollar übernahm wieder das Kommando und drückte die Gemeinschaftswährung auf aktuell 1,113 US-Dollar. In Verbindung mit der wichtigen Horizontalunterstützung bei 1,11 US-Dollar formen die 38-Tage-Linie, die 200-Tage-Linie und der kurzfristige Aufwärtstrend (grün dargestellt) in diesem Bereich eine veritable Unterstützungszone. Mit anderen Worten: Aus Sicht des Euro sollte es tunlichst nicht unter die 1,11 US-Dollar gehen, anderenfalls könnten die 1,10 US-Dollar wieder aktuell werden. Ein Überschreiten der 1,12 US-Dollar würde hingegen ein frisches Kaufsignal für den Euro generieren.

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