Am Devisenmarkt haben sich bei einzelnen Währungspaaren interessante Konstellationen herausgebildet. Diese gilt es nun zu bewerten und mögliche Szenarien zu skizzieren. Besondere Spannung verspricht diesbezüglich USD/JPY.

Wir verfolgen das Währungspaar ob seiner Bedeutung engmaschig. Die letzten Wochen waren hier bekanntlich von einigen überraschenden Entwicklungen geprägt und auch die jüngste Entwicklung könnte am Ende in diese Kategorie fallen...

Über Monate hinweg dominierte eine bärische Keil-Formation (rot dargestellt) das Handelsgeschehen. Diese wurde zwischenzeitlich zwar aufgelöst, doch so ganz wird USD/JPY den Schatten dieser Formation nicht los.

Als der US-Dollar Anfang Januar kurzzeitig unter die 108,0 JPY abtauchte und sein "Schicksal" besiegelt schien, setzte er zum Comeback an und drehte den Spieß um. Wichtige Widerstände wurden zurückerobert, Kaufsignale generiert. Auch der Vorstoß in den so wichtigen Widerstandsbereich 110,0 / 110,5 JPY gelang. Doch für mehr reichte es noch nicht. Im Bereich um 110,5 JPY tummeln sich einige relevante Begrenzungslinien, so auch die Oberseite der ehemaligen bärischen Keilformation. Aktuell scheint der Greenback vor dieser Hürde noch zurückzuschrecken. Statt eines Vorstoßes in Richtung 111,0 JPY ist nun eine Rückzugsbewegung unter die 110,0 JPY angelaufen. Unter fundamentalen Aspekten sehen wir den US-Dollar gegen den Yen im Vorteil. Die zuletzt veröffentlichten japanischen Konjunkturdaten stimulierten den Yen nicht unbedingt, ganz im Gegenteil. Allerdings stehen in den nächsten Tagen weitere relevante Daten in Japan an. Vor allem der Freitag (24.01.) könnte spannend werden, wenn der nationale Verbraucherpreisindex veröffentlicht wird.

Aus charttechnischer Sicht lässt sich Ganze wie folgt zusammenfassen: Um frischen Wind auf der Oberseite zu entfachen, muss der US-Dollar über die 110,5 JPY. Um den Druck auf diese Zone aufrechtzuerhalten, sollte es im besten Fall nicht mehr unter die 109,5 JPY gehen. Eine ganz ähnliche Konstellation lässt sich derzeit bei EUR/JPY beobachten.

Der Euro beendete im September vergangenen Jahres seine Korrektur und setzte zu einer kräftigen Erholung gegen den Japanischen Yen an. Zügig legte die Gemeinschaftswährung von knapp 116,0 JPY auf über 122,0 JPY zu. Doch seit Mitte Dezember stockt es. Auf der Oberseite passierte zuletzt nicht mehr viel. Das eigentliche Ziel der Bewegung müsste es sein, die 124,0 JPY zu attackieren. Hier liegt ein massives Widerstandscluster. Allerdings präsentieren sich aktuell bereits die 123,0 JPY als harte Nusse. Die jüngste Kursverlauf weist deutliche Ansätze einer Top-Bildung auf. Nur die Ausbildung eines neuen Verlaufshochs jenseits der 123er Marke kann dieses "Gespenst" vertreiben. Auf der Unterseite gilt es, die 120,0 JPY im Auge zu behalten. Sollte es darunter gehen, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen.

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