WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wahlen sind eigentlich erst am 3. November - in den Bundesstaaten Minnesota, South Dakota, Wyoming und Virginia ist die frühe persönliche Stimmabgabe aber schon seit Freitag möglich. Die meisten Bundesstaaten und die Hauptstadt Washington erlauben das sogenannte Early Voting. Wähler können ihre Stimme in vielen Staaten frühzeitig auch per Brief abgeben.

Wegen der Corona-Pandemie und der Sorge vor Ansteckungen am Wahltag haben mehrere Staaten dieses Jahr die Hürden für die frühe Stimmabgabe gesenkt. In einer Umfrage der "Washington Post" und des Senders ABC gaben 39 Prozent der befragten Wahlberechtigten in Minnesota an, ihre Stimme vor dem eigentlichen Wahltermin abgeben zu wollen. In Wisconsin waren es 44 Prozent.

Der Sender CNN berichtete von Hunderten Wählern, die am Freitag in Fairfax (Virginia) Schlange standen, um ihre Stimme abzugeben. Lokale Beamte hätten sich erstaunt gezeigt, dass so viele den ersten Tag des Early Votings wahrnähmen, berichtete eine Reporterin des Senders.

Experten rechnen insbesondere mit einer massiven Zunahme der Abstimmung per Briefwahl, die insgesamt als sehr sicher und etabliert gilt. Bei der US-Wahl 2016 etwa hatte fast jeder vierte Wähler per Post abgestimmt. US-Präsident Donald Trump kritisiert Briefwahl immer wieder ohne Angabe von Gründen als betrugsanfällig.

Am Tag des Auftakts des Early Votings wollten sowohl Trump als auch dessen demokratischer Herausforderer Joe Biden für Auftritte in den umkämpften Staat Minnesota reisen./lkl/DP/stw