CHICAGO (dpa-AFX) - In der US-Region Chicago hat sich die Unternehmensstimmung im März trotz beginnender Corona-Krise vergleichsweise robust gezeigt. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel zum Vormonat um 1,2 Punkte auf 47,8 Punkte, wie die regionale Einkaufsmanagervereinigung am Diensttag in Chicago mitteilte. Volkswirte hatten hingegen mit einem Einbruch auf 40 Punkte gerechnet.

Der März war der erste Monat, in dem die Corona-Krise auf die USA durchgeschlagen hat. Allerdings lag der Chicago-Index im Januar mit 42,9 Punkten merklich niedriger als im März. Zuletzt hatten sich in den USA andere Frühindikatoren deutlich stärker eingetrübt. Allerdings ist bei der Interpretation Vorsicht geboten. Der Chicago-Index schwankt in der Regel deutlicher als andere regionale Konjunkturindikatoren.

Hinzu kommt, dass die Umfrage bereits Mitte März abgeschlossen wurde. Ein Großteil der Rückmeldungen dürfte erfahrungsgemäß früher eingegangen sein. Eine Reaktion auf die jüngst verhängten Regierungsmaßnahmen gegen die Corona-Krise dürfte damit in der Erhebung noch nicht berücksichtigt sein.

Der Stimmungsindikator liegt weiterhin unter der Expansionsschwelle von 50 Punkten an. Werte oberhalb der Marke signalisieren ein Wachstum der wirtschaftlichen Aktivität, Werte darunter deuten auf eine Schrumpfung hin./jsl/bgf/he