WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Preisauftrieb von in die USA importierten Gütern hat sich im Februar weiter verstärkt. Der Anstieg fiel aber schwächer als erwartet aus. Die Preise für importierte Waren seien um 10,9 Prozent gestiegen, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte. Im Januar hatte die Steigerungsrate revidiert 10,7 (zunächst 10,8) Prozent betragen. Analysten hatten für Februar mit einem stärkeren Preisanstieg um 11,3 Prozent gerechnet.

Im Monatsvergleich war der Preisauftrieb ebenfalls schwächer als erwartet. In dieser Betrachtung legten die Einfuhrpreise im Februar um 1,4 Prozent zu. Hier hatten Analysten einen Anstieg um 1,6 Prozent erwartet. Starker Treiber bleiben die Preise für importiertes Rohöl, das sich im Monatsvergleich um etwa acht Prozent verteuert hat.

Die Importpreise haben einen Einfluss auf die Entwicklung der Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Die Inflationsrate hatte im Februar mit 7,9 Prozent einen Höchststand seit 40 Jahren erreicht. Damit ist die Inflationsrate fast viermal so hoch wie das von der Fed angepeilte Ziel von zwei Prozent.

Wegen der hohen Inflation wird am Markt fest damit gerechnet, dass die Notenbank auf ihrer Zinssitzung am heutigen Mittwoch erstmals in der Corona-Pandemie die Zinsen erhöhen wird. Die Zinsentscheidung wird am Abend erwartet./jkr/bgf/mis