WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA hat sich der Preisauftrieb auf Herstellerebene etwas abgeschwächt, allerdings von hohem Niveau aus. Die Erzeugerpreise stiegen im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,0 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Im Vormonat hatte der Anstieg revidiert 11,5 (zunächst 11,2) Prozent betragen. Das war der stärkste Anstieg seit Erhebungsbeginn im Jahr 2010. Analysten hatten im Schnitt mit einer Abschwächung auf 10,7 Prozent gerechnet.

Auch im Monatsvergleich kletterten die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, mit geringerem Tempo. Sie stiegen um 0,5 Prozent, nach einem Plus von revidiert 1,6 (1,4) Prozent im Vormonat. Ohne Energie und andere im Preis schwankungsanfällige Waren stiegen die Erzeugerpreise um 8,8 Prozent zum Vorjahresmonat und um 0,4 Prozent zum Vormonat. Auch in dieser Betrachtung hat sich der Preisauftrieb etwas abgeschwächt.

Die Erzeugerpreise beeinflussen die Verbraucherpreise, an denen die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik ausrichtet. Aufgrund der hohen Inflation von mehr als acht Prozent hat die Fed bereits damit begonnen, ihre Geldpolitik zu straffen. Im Jahresverlauf werden weitere Schritte erwartet./bgf/jsl/eas