WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Einkommen der privaten Haushalte im April stark gefallen. Der Rückgang folgte allerdings auf einen drastischen Anstieg im Vormonat und ist durch Auszahlung staatlicher Konjunkturhilfen verzerrt. Die Einkommen lagen 13,1 Prozent niedriger als im Vormonat, wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Analysten hatten einen Rückgang um 14,2 Prozent erwartet.

Die ungewöhnlichen starken Veränderungen bei den privaten Einkommen gehen überwiegend auf staatliche Konjunkturhilfen zurück, die im März ausgezahlt wurden. Daher waren die Einkommen im März um revidiert 20,9 Prozent (zuvor 21,1 Prozent) gestiegen.

Die Konsumausgaben der US-Bürger legten im April weiter zu, allerdings nur noch leicht. Wie das Ministerium weiter mitteilte, stiegen sie um 0,5 Prozent zum Vormonat. Das lag im Rahmen der Markterwartungen. Im März hatten sie noch um 4,7 Prozent zugelegt.

Die Preisentwicklung deutet weiter deutlich nach oben. Das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß auf Basis des Preisindex für die Konsumausgaben (PCE) stieg auf Jahressicht um 3,6 Prozent. Der Kernindex erhöhte sich um 3,1 Prozent. Das Preisziel der Fed von zwei Prozent wird damit deutlich überschritten. Die Notenbank hat aber bereits klargestellt, dass sie den Preisanstieg als vorübergehend betrachtet und vorerst keine Änderung der Geldpolitik vornehmen will./jkr/jsl/jha/