WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Mai stärker als erwartet gefallen. Im Vergleich zum Vormonat sanken die Hausverkäufe um 9,7 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang von 5,6 Prozent erwartet. Die Auswirkungen der Beschränkungen in der Corona-Krise machen sich weiterhin bemerkbar.

Im April waren die Verkäufe um 17,8 Prozent eingebrochen. Dies war der stärkste Rückgang seit dem Jahr 2010.

Auf das Jahr hochgerechnet wurden im Mai 3,91 Millionen Häuser verkauft. Dies ist der niedrigste Stand seit dem Jahr 2010. Im Vormonat waren es noch 4,33 Millionen Häuser gewesen. Volkswirte hatten mit 4,09 Millionen Häuser gerechnet. Die Bestandsverkäufe sind von hoher Bedeutung für den amerikanischen Immobilienmarkt. Sie machen etwa 90 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens aus./jsl/mis