WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind im April die Hausverkäufe stärker gesunken als erwartet. Gegenüber dem Vormonat fiel die Zahl der Bestandsverkäufe um 2,4 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten ein Minus von 2,3 Prozent erwartet. Es war der dritte Rückgang in Folge.

Auf das Jahr hochgerechnet lag die Zahl der Verkäufe saisonbereinigt bei 5,61 Millionen. Hier waren 5,64 Millionen erwartet worden. Im Vormonat waren es noch 5,75 Millionen gewesen.

"Höhere Hauspreise und stark gestiegene Hypothekenzinsen haben die Aktivität von Käufen verringert", sagte Lawrence Yun, Chefökonom des NAR. "Es sieht so aus, als stünden in den kommenden Monaten weitere Rückgänge bevor." Die Hypothekenzinsen sind zuletzt wegen der Zinserhöhungspolitik der US-Notenbank merklich gestiegen. Laut Yun dürfte nach dem starken Anstieg in den letzten zwei Jahren die Zahl der Verkäufe wieder auf das Niveau von vor der Pandemie zurückkehren./jsl/la/he