WASHINGTON/DAMASKUS (dpa-AFX) - Die USA haben ihre Sanktionen gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad und dessen Machtelite ausgeweitet. Unter anderem setzten sie Al-Assads 18 Jahre alten Sohn Hafis auf die Sanktionsliste, wie das US-Finanzministerium am Mittwoch mitteilte. Zudem seien neun weitere Organisationen auf die Sanktionsliste gesetzt worden, die vor allem durch den Bau luxuriöser Immobilien mit dem syrischen Präsidenten verbandelt sind. Insgesamt standen vier Personen und zehn Firmen auf der neuen Liste.

Die Personen und Organisationen unterstützten aktiv "die korrupten Wiederaufbaupläne von Syriens Präsident Baschar al-Assad", hieß es. "Während korrupte Geschäftsmänner mit Verbindungen zu Assad in luxuriöse Immobilien investieren, die durch die Vertreibung unschuldiger Bürger möglich gemacht wurden, verschlimmern sie die Unterdrückung der Syrer", sagte Finanzminister Steven Mnuchin.

Mitte Juni hatten die USA ein neues Sanktionsprogramm gegen Machthaber Al-Assad gestartet, nach dem sogenannten Caesar Act. Er sieht vor, dass Washington weltweit Strafmaßnahmen gegen Personen und Firmen verhängen kann, wenn sie mit Syriens Regierung oder den neu sanktionierten Personen Geschäfte machen. Die USA hatten kurz nach dem Ausbruch der Proteste gegen Assad 2011 erstmals direkte Sanktionen gegen ihn beschlossen.

Nach mehr als neun Jahren Bürgerkrieg beherrschen Assads Anhänger wieder mehr als zwei Drittel des Landes. International ist die Führung in Damaskus aber stark isoliert. Ihr mangelt es an finanziellen Mitteln, um zerstörte Gebiete wiederaufzubauen./sus/DP/fba