Der vor einer möglichen Zulassung stehende Corona-Impfstoff des französisch-österreichischen Biotechunternehmens Valneva wirkt einer Studie zufolge auch gegen die Omikron-Variante. Die Aktie schlägt aus aber bereits am Donnerstag gibt sie einen Großteil der Gewinne wieder ab.

 Impfstoff von Valneva wirkt auch gegen Omikron

Valneva hatte am Mittwochabend bekanntgegeben, dass vorläufige Studien gezeigt hätten, dass drei Dosen seines Vakzins auch gegen die Omikron-Variante wirkten. Alle in der Studie getesteten Serumproben wiesen neutralisierende Antikörper gegen die Ursprungsvariante des Coronavirus sowie die Delta-Variante auf. Zudem hätten 87 Prozent der untersuchten Proben auch Antikörper gegen die Omikron-Variante aufgewiesen.

Der Valneva Chefmediziner Juan Carlos erklärte: „Wir sind sehr zufrieden mit diesen Ergebnissen, die das Potential für einen breiten Schutz unseres inaktivierten Ganzvirusimpfstoffs und seine Fähigkeit, derzeit zirkulierende Varianten zu bekämpfen, bestätigen“

Der Konzern rechnet weiterhin mit einer Zulassung seines Vakzins durch die Gesundheitsbehörde EMA im ersten Quartal. Erste Auslieferungen könnten dann voraussichtlich im April beginnen.

Die Valneva-Aktie geht auf und ab

Die starken Neuigkeiten vom Corona-Totimpfstoff haben auch den Papieren von Valneva einen kräftigen Schub gegeben. Nach einem Verlust von zeitweise fast 20 Prozent schoss die Aktie um bis zu 30 Prozent auf fast 18 Euro nach oben. Das war aber nicht lange von Dauer. Am nächsten Tag verlor die Aktie wieder ganze 20 Prozent und liegt damit aktuell bei 16,75 Prozent.

Valneva-Aktie

EU-Kommission reserviert 60 Millionen Dosen

Die EU-Kommission hat bereits im November einen Vertrag mit Valneva über die Lieferung von bis zu 60 Millionen Impfdosen in den kommenden zwei Jahren abgeschlossen unter der Voraussetzung, dass der Impfstoff zugelassen wird.

/PG