Nachdem das Biotechnologieunternehmen Valneva in der vergangenen Zeit meist wegen seines Corona-Impfstoffes im Fokus stand, gibt es heute Neuigkeiten in Bezug zu einem anderen Impfstoff.

Zweites Optionsjahr wird nicht ausgeübt

Wie das Biotechnologieunternehmen Valneva am heutigen Donnerstag mitteilte, wird das US-Verteidigungsministerium das zweite Optionsjahr des Vertrags über die Lieferung des Impfstoffes gegen Japanische Enzephalitis (IXIARO) nicht ausüben.

Die derzeitigen Vorräte würden laut dem Verteidigungsministerium aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ausreichen, heißt es in der Pressemitteilung. Das Verteidigungsministerium nutzt den Impfstoff, um Mitarbeiter zu schützen, die in Gebiete, wo Japanische Enzephalitis vorherrscht, reisen.

Interesse für das Jahr 2023

Trotz dem Verzicht auf das zweite Optionsjahr habe das Verteidigungsministerium sein Interesse an einem neuen Liefervertrag für 2023 bekundet. Der Mindestgesamtwert des Liefervertrags betrug 118 Millionen USD, einschließlich des zweiten Optionjahres mit einem Mindestwert von 36 Millionen Euro, heißt es in der Pressemitteilung. Trotz der Nichtausübung erwarte man keine Auswirkungen auf die Finanzprognose des Jahres 2022.

Das sagt der CEO

Thomas Lingelbach, der CEO von Valneva, kommentiert in der Pressemitteilung: „Wir danken dem Verteidigungsministerium für die Partnerschaft und freuen uns auf weitere Vertrags-verhandlungen in der Zukunft. Parallel dazu sehen wir weiterhin eine deutliche Erholung des privaten Reisemarktes für IXIARO®®, der sich in der ersten Hälfte dieses Jahres im Vergleich zur ersten Hälfte 2021 mehr als verdreifacht hat.“

Die Valneva-Aktie

Der Kurs der Valneva-Aktie verläuft aktuell im Vergleich zu den Höhenflügen Ende des vergangenen Jahres ruhig. Aktuell liegt der Anteilsschein bei 10,04 Euro. Zuletzt stieg die Valneva-Aktie im Juni deutlich an auf 14,43 Euro, nachdem der Anteilsschein zuvor die Hälfte wert war. Das 52-Wochen-Hoch vom Ende des vergangenen Jahres liegt bei 30,70 Euro. 

Valneva-Aktie

Japanische Enzephalitis

Die Infektionskrankheit Japanische Enzephalitis ist vor allem in Asien verbreitet und kann tödlich enden. Laut Unternehmensangaben ist Japanische Enzephalitis bei etwa 30 Prozent der Menschen die Symptome zeigen tödlich. Die Hälfte der Überlebenden leidet unter permanenten Hirnschäden. In Südostasien, Indien und China ist die Krankheit endemisch.

/mb