BERLIN (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft Verdi hat Widerstand gegen einen möglichen Rechtsanspruch für Arbeitgeber auf Auskunft über den Impfstatus von Beschäftigten angekündigt. "Wir werben dafür, dass sich Beschäftigte impfen lassen, es darf aber keine Impfpflicht durch die Hintertüre geben", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Für Beschäftigte darf nicht aus "3G" einfach "2G" gemacht werden. Das stößt auf unseren entschiedenen Widerstand." Die Möglichkeit etwa, Zugang zu Innenräumen durch Vorlage eines negativen Tests zu erhalten, dürfe nicht ausgehebelt werden. Die Tests seien dabei weiter durch die Arbeitgeber zu finanzieren.

"Auch in Bereichen wie der Gastronomie, Kinos oder Clubs muss für die Beschäftigten weiter "3G" gelten, selbst wenn einzelne Länder hier "2G" vorschreiben", forderte der Gewerkschaftsvorsitzende. "Denn es ist ein Unterschied, ob man freiwillig zu einer Kulturveranstaltung geht oder ob man dort arbeitet. Das gilt im Übrigen auch für Kitas", sagte Werneke.

Unter anderem in Hamburg gilt seit 28. August ein 2G-Optionsmodell. Veranstalter und Wirte können damit selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen - also auch aktuelle Tests akzeptieren.

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, die Bundesregierung prüfe ein Informationsrecht für Unternehmen hinsichtlich des Impf- und Genesenenstatus ihrer Beschäftigten. Werneke fürchtet eine Einschränkung der Handlungsmöglichkeiten der Beschäftigten./bw/DP/ngu