BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem bundesweiten Warnstreik wollen vor allem die Auszubildenden im öffentlichen Dienst am Dienstag die Forderungen in der laufenden Tarifrunde untermauern. "Dass unsere jungen Kolleginnen und Kollegen jetzt Druck auf der Straße machen, ist folgerichtig. Die öffentlichen Arbeitgeber haben in den bisherigen Verhandlungsrunden kein Entgegenkommen auch bei den Themen Ausbildungsvergütung und ÖPNV-Ticket für Auszubildende gezeigt", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Montag.

Die Gewerkschaft will eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro monatlich erreichen. Zudem möchte Verdi eine tarifvertragliche Regelung zur Übernahme von Auszubildenden nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung und die Erstattung eines ÖPNV-Tickets. Für Pflege-Azubis wird eine zusätzliche Zulage gefordert.

Die Arbeitgeber wollen am 16. Oktober ein Angebot vorlegen. Zwei Verhandlungsrunden waren ohne Ergebnis geblieben. Verdi hatte daraufhin die Beschäftigen zu Warnstreiks aufgerufen.

"Die Arbeitgeber jammern über Fachkräftemangel. In dieser Tarifrunde können sie ein Signal setzen und in gute Ausbildungsqualität und attraktivere Bedingungen für Auszubildende investieren", so Werneke. Er sagte zudem: "Die Ausbildungsvergütung ist kein Taschengeld - sie wird dringend gebraucht, unter anderem für steigende Mieten."/thn/DP/nas