Bei Kapitalanlegern sind Exchange Traded Funds – kurz ETFs – über die letzten Jahre sehr beliebt geworden. Die Vorteile der Investmentprodukte liegen klar auf der Hand: Sie stellen häufig ein Sondervermögen dar, in das auch Kleinstbeträge investiert und so kostengünstig eine gute Diversifizierung erreicht werden kann. 

Viele Kleinanleger setzten dabei in der Vergangenheit auf ETF-Sparpläne mit monatlichen Beiträgen, um langfristig von einer möglichst guten Wertentwicklung zu profitieren.

Die Idee ist gut und wurde auch schon von Warren Buffett als bestmögliche Alternative aufgezeigt, um von den langfristigen Perspektiven des Aktienmarktes zu partizipieren.

Allerdings haben ETF-Sparpläne auch einen Nachteil: In Zeiten, in denen die Aktienmärkte sich im Abverkauf befinden, werden aufgrund des Automatismus die Bestände nur geringfügig verbilligt. Möglicherweise wird so eine große Chance verpasst, die sonst nur alle 50 oder 100 Jahre einmal vorkommt.

Besser einmal frühzeitig gute Wachstumsaktien kaufen als 100x zu höheren Kursen nachkaufen

In Crash-Zeiten könnte es daher sinnvoll sein, auf einige der besten Wachstumsaktien der jüngsten Vergangenheit zu setzen. Amazon (WKN: 906866), Tesla (WKN: A1CX3T) und Wirecard (WKN: 747206) gehören meiner Meinung nach in diese Kategorie. 

Die Wachstumsraten der letzten Jahre sind bei diesen Unternehmen atemberaubend und auch eine Coronakrise sollte den gut finanzierten Unternehmen wenig Sorgen bereiten.

Amazon

Amazon gehört mit einem Jahresumsatz im Geschäftsjahr 2019 von 280,5 Mrd. US-Dollar zu dem dominierenden Konzern des Onlinehandels.

Dabei befindet sich das in Seattle ansässige Unternehmen auf einem langfristigen Wachstumskurs, dessen Grenzen bisher nicht wirklich zu erahnen sind. Im Geschäftsjahr 2019 belief sich die Wachstumsrate des Umsatzes mit 20 % auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr 2018, in dem ein Umsatzwachstum von 22 % realisiert wurde.

Geht es nach den Ansichten des Unternehmenslenkers Jeff Bezos, sollte das Wachstum mit prognostizierten Raten zwischen 16 und 22 % auch im ersten Quartal 2020 hoch geblieben sein.

Dabei ist es gut möglich, dass die Prognose vom 30. Januar 2020 übertroffen wurde, denn in der Coronakrise verzeichnet der US-Handelsriese eine verstärkte Nachfrage. Um diese zu bewältigen, wurden bereits Mitte März 2020 rund 100.000 Stellen ausgeschrieben. Nur einen Monat später suchte der Konzern weitere 75.000 Mitarbeiter.

Tesla

Die zweite Wachstumsaktie ist mit Tesla ein Pionier des Elektromobils. In Zeiten, in denen das Umweltbewusstsein immer stärker in den Vordergrund rückt, haben zukunftsorientierte Unternehmen wie Tesla eine besonders gute Konjunktur.

Positiv stimmten die letzten Zahlen über die produzierten und ausgelieferten Fahrzeuge des Elektroautobauers. In den ersten drei Monaten des Jahres 2020 wurden rund 88.400 Automobile an Kunden ausgeliefert bei einer Produktionsmenge von fast 103.000 Stück – trotz Coronakrise sind das die besten Q1-Quartalszahlen, die das Unternehmen jemals veröffentlicht hat.

Noch besser wird es, wenn man diese Zahlen mit den Absatzmengen der etablierten Automobilhersteller vergleicht. So hat BMW (WKN: 519000) beispielsweise im ersten Quartal 2020 mit 477.111 Autos rund 21 % weniger verkauft als noch im vergleichbaren Vorjahresquartal.

Wirecard

Die dritte und letzte Aktie ist mit Wirecard einer der weltweit am schnellsten wachsenden Betreiber von digitalen Plattformen im Bereich Financial Commerce. 

Besonders der boomende Onlinehandel und die zunehmende Akzeptanz von bargeldlosen Zahlungsmöglichkeiten, wie sie beispielsweise von Visa oder Mastercard angeboten werden, befeuert das Wachstum.

Nach vorläufigen Angaben zu den Geschäftszahlen des Jahres 2019 soll der Konzernumsatz von 2,0 Mrd. Euro um rund 38 % auf 2,8 Mrd. Euro gesteigert worden sein. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) soll sich nach vorläufigen Angaben um rund 40 % auf 785 Mio. Euro erhöht haben.

Auch im Gesamtjahr 2020 soll sich das Wachstum fortsetzen. Bisher geht der Zahlungsdienstleister von einem EBITDA in einer Spanne zwischen 1,0 und 1,12 Mrd. Euro aus.

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Klein aber oho – diese Multibagger-Chance ist jetzt günstig zu haben

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Analysten schätzen, dass der globale Markt dafür bis 2022 jährlich mehr als 20 Milliarden US-Dollar betragen wird… und wird zusätzlich befeuert von der aktuellen Coronavirus-Pandemie.

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Frank Seehawer besitzt Aktien von Wirecard. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Mastercard, Visa und Tesla und empfiehlt BMW. The Motley Fool empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Frank Seehawer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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