BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Verhandlungen über die 270 Milliarden Euro schwere EU-Agrarreform ab 2023 sind vorerst gescheitert. Unterhändler von Europaparlament und EU-Staaten wollten die Gespräche eigentlich am Freitag wieder aufnehmen, was jedoch nicht geschah. Wann genau wieder diskutiert wird, ist offen. Im Raum stehe, dass die nächsten größeren Verhandlungsrunden womöglich im Juni stattfinden könnten, hieß es am Freitag vonseiten der portugiesischen Ratspräsidentschaft. Entschieden war das aber zunächst nicht. Bis zum Mittag wollten Vertreterinnen und Vertreter der EU-Länder und des Europaparlaments vor die Presse treten.

Seit mehreren Jahren wird auf EU-Ebene um die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik gerungen. Insgesamt geht es um ein Volumen von knapp 390 Milliarden für die Jahre 2021 bis 2027. Weil sich die Verhandlungen aber hinzogen, steht bereits fest, dass eine Reform frühestens von 2023 an greifen würde.

Ziel ist es, dass die Landwirtschaft in Europa nachhaltiger wird. Über den Weg dahin wird erbittert gestritten. Während das EU-Parlament auf strengere und verbindliche Regeln sowie mehr Geld für die Umwelt pocht, wollen die EU-Länder möglichst viele Freiheiten auf nationaler Ebene behalten./mjm/DP/jha