BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung hat sich nach Angaben des Verkehrsministeriums gegen die Einführung der sogenannten 3G-Regel in Zügen entschieden. Das Ministerium teilte am Freitag mit, innerhalb der Bundesregierung sei geprüft worden, ob und wie 3G in Zügen verpflichtend eingeführt werden könne - das bedeutet, eine Mitfahrt nur für Geimpfte, Genesene oder negativ Getestete mit entsprechendem Beleg. Weiter hieß es: "Dabei haben die beteiligten Ressorts übereinstimmend festgestellt, dass diese Auflage weder rechtlich möglich noch praktikabel ist." Für 3G in Zügen fehle die Rechtsgrundlage." Zudem würde der Kontrollaufwand den Nutzen nicht rechtfertigen.

Die Regierung hatte im August mitgeteilt, 3G-Vorgaben für Fernzüge und Inlandsflüge zu prüfen, die bereits für bestimmte Innenräume gelten. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte gesagt, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) halte 3G in Fernzügen für eine "mögliche und sinnvolle Maßnahme"./sam/DP/stk