Vestas (WKN: 913769) ist der weltweite Marktführer in der Windbranche. Daher profitiert der Konzern enorm von der Energiewende. In diesem Jahr führt die Pandemie allerdings zu hohen Kosten. Daher wurde inzwischen eine aktualisierte Prognose veröffentlicht, nachdem man am Ende des ersten Quartals die Jahresprognose ursprünglich ganz zurückgenommen hatte. Im zweiten Quartal hat sich das Geschäft aber wieder einigermaßen normalisiert, sodass die Planung für den Rest des Jahres inzwischen wieder einfacher ist.

Umsatz steigt rasant, Gewinn bricht ein

Tatsächlich hat Vestas ein erfolgreiches erstes Halbjahr hinter sich. Der Umsatz konnte um 50 % auf 5,8 Mrd. Euro gesteigert werden. Aufgrund der erhöhten Kosten durch die Pandemie und Rückstellungen für Gewährleistungen steht unter dem Strich allerdings ein Verlust von 85 Mio. Euro. Im zweiten Quartal konnte der Verlust aber schon wieder stark eingedämmt werden. In den drei Monaten lag der Verlust nur noch bei 5 Mio. Euro. Die Gewinnschwelle ist also schon fast wieder erreicht.

Für das Gesamtjahr erwartet Vestas nun einen Umsatz in Höhe von 14 bis 15 Mrd. Euro. Das ist ein ordentlicher Anstieg gegenüber den 12,1 Mrd. Euro, die im Gesamtjahr 2019 erreicht wurden. Die Erwartung für die Gewinnmarge wurde aufgrund der zusätzlichen Belastungen aber leicht nach unten korrigiert. Statt einer Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren von 7 bis 9 % wird nun ein Wert zwischen 5 und 7 % erwartet.

Zweite Jahreshälfte muss das Ergebnis retten

In der ersten Jahreshälfte lag die Marge auf dieser Basis bei – 0,3 %. Im zweiten Quartal lag der Wert schon wieder bei 1,0 %, aber immer noch weit entfernt von dem Ziel für das Gesamtjahr. Daher ist davon auszugehen, dass Vestas für die zweite Jahreshälfte starke Zahlen erwartet. Denn ohne sehr gute Zahlen in der zweiten Jahreshälfte ist die anspruchsvolle Prognose wohl nicht zu halten.

Auch in Zukunft wird Vestas voraussichtlich weiter stark wachsen. Denn das Orderbuch ist so gut gefüllt, dass man mehrere Jahre beschäftigt wäre, den kompletten Bestand abzuarbeiten. Und innerhalb der letzten zwölf Monate sind noch einmal 3,6 Mrd. Euro dazugekommen. Gleichzeitig stabilisieren sich die Preise, die seit Jahren unter Druck geraten waren. Scheinbar nimmt der Wettbewerbsdruck langsam ab, was der Profitabilität erheblich helfen wird.

Langfristige Ziele verheißen stark steigende Umsätze und Gewinne

Daher hat Vestas auch langfristig sehr hoch gesteckte Ziele. Allerdings wird kein konkretes Jahr genannt, in dem die finanziellen Ziele erreicht werden sollen. Langfristig hat sich Vestas aber zum Ziel gesetzt, die Marge auf mindestens 10 % zu erhöhen. In Verbindung mit dem in Zukunft wohl weiter stark wachsenden Umsatz ist davon auszugehen, dass der Gewinn in den kommenden Jahren rasant steigen wird. Zumindest wenn Vestas es schafft, die hoch gesteckten Ziele zu erreichen.

In den vergangenen zwölf Monaten ist die Vestas-Aktie bereits um 76 % auf aktuell 129,05 Euro (Stand 17.09.2020) gestiegen. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde ein Gewinn je Aktie von 3,60 Euro erreicht. Damit liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis inzwischen schon bei sehr hohen 36. Kurzfristig dürfte damit nicht mehr viel Spielraum nach oben vorhanden sein. Aber langfristig könnte die Aktie noch viel Freude bringen, wenn die Umsätze weiter so schnell steigen und Vestas die eigenen Ziele in Hinsicht auf die Gewinnmarge erreichen kann. Denn dann dürfte der Gewinn noch schneller steigen als der Umsatz und der Aktie neuen Schub bringen.

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Autor: Dennis Zeipert, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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