MÜNCHEN (dpa-AFX) - Das brummende Geschäft mit Corona-Tests stimmt den Labordienstleisters Synlab noch optimistischer für das laufende Jahr. Das Management peilt 2021 einer Mitteilung vom Donnerstagabend zufolge ein Umsatzwachstum von bis zu einem Viertel auf 3,2 bis 3,3 Milliarden Euro an. Bisher war lediglich von mehr als 3,0 Milliarden die Rede gewesen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um mehr als ein Drittel auf mindestens 925 Millionen Euro klettern. Die Aktien legten nachbörslich zu.

Synlab hat neben verschiedene Tests auf das Sars-Cov-2-Virus auch zahlreiche andere Angebote rund um die Labordiagnostik etwa für Kliniken und Mediziner. Zudem verfügt das seit Ende April börsennotierte Unternehmen noch über einen kleineren veterinärmedizinischen Zweig.

Bei den Aktionären kam der neue Jahresausblick gut an: Der Aktienkurs stieg auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um 3,7 Prozent auf 19,22 Euro. Damit setzten die Papiere ihre Erholung fort: Auf Xetra wäre dies der höchste Kurs seit etwa einem Monat, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 17,40 Euro abgerutscht war.

Synlab war erst Ende April an die Börse gegangen. Die zu 18 Euro ausgegebenen Aktien stiegen gleich am zweiten Handelstag auf ein Rekordhoch von 21,46 Euro, bevor sie erst einmal den Rückwärtsgang einlegten. So sorgen sich Investoren, dass das Wachstum des Konzerns ganz maßgeblich von den Corona-Tests abhängt. Sollten die irgendwann nicht mehr notwendig sein, würde ein wichtiges Geschäft wegbrechen, was wohl nur schwer aufzufangen wäre, lauten die Befürchtungen./mis/tih