METTLACH (dpa-AFX) - Der Keramikhersteller Villeroy und Boch hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. "Der Stellenwert des Zuhauses und damit die Nachfrage nach unseren Produkten ist erheblich gestiegen", teilte Vorstandschef Frank Göring am Dienstag in Mettlach mit. In den ersten sechs Monaten setzte der Konzern mit 449,6 Millionen Euro fast ein Drittel (32 Prozent) mehr um als im Vorjahreszeitraum.

Das operative Ergebnis wuchs auf 39 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr bei minus zehn Millionen Euro gelegen hatte. Nach Zinsen und Steuern stand unterm Strich ein Gewinn von 25 Millionen Euro (2020: minus 12,5 Mio). Das Ergebnis im Vorjahr sei vom Nachfrageeinbruch in der Corona-Pandemie und einer heruntergefahrenen Produktion belastet gewesen, so Villeroy und Boch. Die Zahl der Beschäftigten sank im ersten Halbjahr 2021 um zehn Prozent auf knapp 6300.

Ende Juni hatte Villeroy und Boch seine Jahresprognose für dieses Jahr deutlich angehoben. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem Plus von 10,5 Prozent auf rund 885 Millionen Euro. Das operative Konzernergebnis soll von rund 50 Millionen Euro im Vorjahr auf mehr als 75 Millionen Euro steigen. Der Konzern profitiert vom Trend der Renovierung und Neuausstattung des Zuhauses./rtt/DP/eas