DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Folgen der Coronavirus-Epidemie in China bleiben für den Kunststoffkonzern Covestro <DE0006062144> schwer prognostizierbar. Mit Blick auf Produktionseinschränkungen gebe es aber "Licht am Ende des Tunnels," sagte der Covestro-Technikchef Klaus Schäfer während der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch in Düsseldorf. Erste spürbare Folge der Krise sei schlicht ein Mangel an Fässern im chinesischen Werk gewesen, um Produkte an die Kunden zu versenden. Hier sei aber rasch reagiert worden. Probleme etwa mit Logistikdienstleistern und Handwerkern, die wegen der verlängerten Pause rund um das chinesische Neujahrsfest teils nicht verfügbar gewesen seien, ließen langsam nach.

Ein großer Vorteil während des Ausbruchs der Coronavirus-Erkrankung war laut Covestro-Chef Markus Steilemann, dass viele Anlagen auch über Feiertage regulär laufen, wenngleich mit geringerer Mannstärke. Von den vor Ort verbliebenen Arbeitern profitierte Covestro. Anders als in Fabriken, die während der chinesischen Neujahrswoche komplett schließen, habe daher die Produktion fortgesetzt werden können, wenngleich in geringerem Umfang.

Die aktuellen finanziellen Belastungen durch den Virusausbruch beziffert Steilemann auf 60 Millionen Euro, was die Unternehmensprognosen für das erste Quartal und das Gesamtjahr widerspiegeln. Alles weitere lasse sich noch nicht abschätzen./mis/fba