BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Absage der weltgrößte Reisemesse ITB in Berlin wegen der Ausbreitung des Coronavirus ist offen, ob Aussteller oder andere beteiligte Unternehmen eine Entschädigung erhalten. Das Bundeswirtschaftsministerium stellte am Samstag eine Prüfung dieser Frage in Aussicht.

"Wir müssen uns jetzt die einzelnen Fälle genau ansehen und prüfen", sagte eine Sprecherin auf dpa-Anfrage und verwies auch auf andere abgesagte Messen. "Die privatrechtlichen Verträge der jeweiligen Betreiber oder Aussteller können unterschiedliche Regelungen beinhalten. Deshalb ist es wichtig, sich das jetzt genau anzusehen und zu prüfen." Bei der Messe Berlin als ITB-Veranstalter hieß es, man prüfe nun alle Folgen, die sich aus der Absage ergäben.

Die ITB war vom Veranstalter am Freitagabend abgesagt worden, nachdem die zuständigen Behörden Auflagen im Hinblick auf den Gesundheitsschutz deutlich verschärft hatten. Eigentlich sollte die fünftägige Messe mit rund 10 000 Ausstellern und zuletzt bis zu 160 000 Besuchern am Mittwoch beginnen. Ausstellern und Messegesellschaft, aber auch Berliner Hoteliers, Gaststätten, Taxibetrieben und Einzelhändlern entgeht durch die Absage viel Geld.

Das Bundeswirtschaftsministerium hat seit einigen Tagen eine Hotline geschaltet, an die sich Unternehmen mit Fragen im Hinblick auf die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wenden können. Unter 030/18615-1515 gibt es hier montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr Antworten auf unterschiedlichste Fragestellungen./kr/DP/zb