NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Ratingagentur Standard & Poors‘s (S&P) hat die Kreditbewertung Japans trotz der Corona-Krise nicht verändert. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt mit einer vergleichsweise starken Exportwirtschaft wird weiter mit "A+" eingestuft, wie aus einer Mitteilung vom Freitag hervorgeht. Damit bleibt Japan bei S&P im Mittelfeld der Einstufungen, die sichere Anlagen kennzeichnen. Die Bestnote liegt bei S&P vier Stufen oberhalb der Bewertung Japans.

Auch in den kommenden Monaten ist nicht mit einer Abstufung der Kreditbewertung zu rechnen. S&P hat den Ausblick für das Rating auf "positiv" belassen. Die Experten der Agentur gehen davon aus, dass Japans Regierung eine Wachstumspolitik verfolgt, die zu einer Stabilisierung oder gar zu einer Verbesserung der Staatsfinanzen führen dürfte. Auch der Einfluss der Corona-Krise dürfte diese Einschätzung nicht wesentlich beeinträchtigen, hieß es weiter in der Mitteilung.

Erst im Fall einer erheblichen Verschlechterung des Wirtschaftsszenario in den nächsten zwei bis drei Jahren dürfte Japans Verschuldung weiter ansteigen. "In diesem Szenario könnten wir den Ausblick wieder auf stabil korrigieren", schreiben die S&P-Experten./jkr/ssc/stk