BERLIN (dpa-AFX) - Das wegen der Corona-Pandemie erlassene Kontaktverbot führt nach ersten Beobachtungen von Versicherern und Polizei zu weniger Straßenverkehr und weniger Autounfällen. "Wir haben ganz offensichtlich deutlich weniger Autoverkehr", sagte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer, Siegfried Brockmann, der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin überzeugt davon, dass wir in diesem Frühjahr einen deutlichen Rückgang der Unfälle insgesamt, aber auch der Unfälle mit Personenschaden, sehen werden."

Polizeidienststellen im Land bestätigen diese Einschätzung. "Das ist im Tagesgeschäft deutlich zu merken", sagte etwa ein Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen. Ähnlich in Rheinland-Pfalz: "Bei uns kann sich keiner daran erinnern, dass es einmal an einem Wochenende so wenige Unfälle gab", sagte ein Sprecher. Statt wie sonst etwa 130 Mal habe es "nur" 50 Mal gekracht. Der Verkehr sei deutlich weniger geworden, genau wie die Unfälle, bestätigt auch ein Polizeisprecher in Koblenz.

Dass deutlich weniger Autos unterwegs sind, zeigen auch Navigationsdaten der Firma TomTom. Vergangenen Donnerstag lag das Verkehrsaufkommen demnach in Frankfurt am Main um 17 Uhr 45 Prozent unter dem Vorjahreswert. Ähnlich war auch das Bild in Hamburg, München und Köln./swd/DP/zb