BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Kooperation zwischen Europa und den USA hat nach Überzeugung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen maßgeblich die Wirksamkeit der Sanktionen gegen Russland ermöglicht. "Die Zusammenarbeit zwischen der EU und den USA ist der Kern dieser wirksamen Reaktion", sagte die deutsche Politikerin am Freitag bei einem gemeinsamen Statement mit US-Außenminister Antony Blinken in Brüssel. Sie betonte, Russland sei auf der Weltbühne zunehmend isoliert.

Zudem sprach von der Leyen davon, dass in der Ukraine zivile Ziele zunehmend mit Bomben und Raketen ins Visier genommen würden. Man werde gemeinsam mit internationalen Organisationen alles Erdenkliche unternehmen, um humanitäre Korridore einzurichten. "Wir wissen, dass dieser Konflikt noch lange nicht vorbei ist." Daher sei man bereit, weitere Maßnahmen zu ergreifen, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin die Invasion nicht stoppe und rückgängig mache. Die EU-Staaten haben bereits drei Pakete mit verschiedenen Sanktionen gegen Russland verabschiedet.

Blinken sagte, es sei überwältigend, wie schnell und effektiv die EU zusammengerückt sei in Reaktion auf Russlands Aggression. "Dinge, die niemand von uns vor Wochen für möglich gehalten hätte, sind nun Realität." Tragischerweise könne es sein, dass der Krieg nicht bald vorbei sei. Die USA und die EU und ihre Partner müssten daher ihre gemeinsamen Bemühungen aufrechterhalten, bis der Krieg ende.

Der US-Außenminister mahnte, Russland habe einen Angriff auf grundlegende internationale Prinzipien gestartet. "Wenn wir zulassen, dass diese Prinzipien ungestraft verletzt werden, dann öffnen wir die Büchse der Pandora in jedem Winkel der Welt, so dass dies wieder und wieder und wieder geschehen kann."/wim/DP/nas