Bei der Vonovia-Aktie (WKN: A1ML7J) scheint sich ein bitteres Szenario abzuzeichnen: Auch beim wiederholten Versuch ist die Übernahme der Deutsche Wohnen offenbar gescheitert. Per Ende einer wichtigen Frist konnten nicht die benötigten Stimmrechte von 50 % und ein Quäntchen darüber hinaus eingesammelt werden. Das zeichnete sich schon zur Mitte der letzten Woche ein wenig ab.

Was das für die Vonovia-Aktie heißt? Eine wirklich interessante Frage. Für mich könnte es jetzt wichtig sein, den Fokus auf der Zukunft zu belassen sowie zu schauen, wie es insgesamt weitergeht. Wobei gerade für den DAX-Wohnimmobilienkonzern möglicherweise noch einige Optionen bestehen. Lass uns das im Folgenden ein wenig näher erörtern.

Vonovia-Aktie: Nicht viel weniger defensive Qualität

Eine Übernahme der Deutsche Wohnen hätte aus Sicht vieler Aktionäre der Vonovia-Aktie durchaus Sinn gemacht. Es hätte Synergien geben können sowie die Aussicht auf Kosteneinsparungen, mehr defensive Klasse durch ein noch breiteres Portfolio. Außerdem wäre damit der in Europa größte Wohnimmobilienkonzern entstanden. Hätte, wäre, Wenn und Aber: Alles für den Moment vorbei.

Foolishe Investoren dürften jedoch eines nicht vergessen: Mit derzeit über 414.000 verschiedenen Wohneinheiten ist die Vonovia-Aktie im Moment alles andere als klein. Sowie auch alles andere als nichtdefensiv, zyklisch oder konzentriert. Im Endeffekt zeigt sich daher, dass sich wenig verändert hat. Bis auf möglicherweise die Chance, mit Synergien durch einen Zukauf stärker zu wachsen.

Der Gesamtmix des DAX-Wohnimmobilienkonzerns dürfte jedoch ähnlich stark bleiben. Größe ist zwar möglicherweise alles für Wohnimmobilienkonzerne. Es gibt jedoch auch andere Möglichkeiten, um weiterzuwachsen. Oder aber die bisherige, auch das scheint jedenfalls für das Management noch eine Variante zu sein.

Es könnte einen weiteren Anlauf geben …

Man mag es nach einer wiederholten Niederlage in Folge kaum glauben: Aber das Management der Vonovia-Aktie könnte bei der Übernahme der Deutsche Wohnen noch einen weiteren Anlauf wagen. Zumindest ausgeschlossen sei ein solches Szenario nicht, wie es zum Wochenende hieß.

Genauer gesagt äußerte sich der CEO der Vonovia-Aktie dahin gehend, dass man zwar nicht immer von einem Happy End träumen sollte. Aber auch, dass man generell nichts ausschließen sollte. Die Zeit spiele eher für den eigenen Konzern, so ein vielsagendes Statement.

Vielleicht dauert es erneut einige Jahre. Allerdings könnte ein weiterer Anlauf im Endeffekt den Erfolg bringen. Selbst für Foolishe Investoren könnte damit das Kapitel der Übernahme der Deutsche Wohnen noch nicht abgeschlossen sein. Wie gesagt: Im Moment offensichtlich schon. Aber vielleicht nicht auf Dauer, wenn es nach den zugegebenermaßen doch noch etwas vagen Äußerungen des Top-Managements geht.

Der Artikel Vonovia-Aktie: Augen nach vorne … doppeldeutig! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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