Vonovia (WKN: A1ML7J) und BASF (WKN: BASF11) sind zwei DAX-Aktien, die ich erst kürzlich im Vergleich näher betrachtet habe. Mein damaliges Fazit ist gewesen, dass beide Dividendenaktien historisch starke Ausschüttungen besitzen. Aber dass ich aufgrund des defensiveren Geschäftsmodells eher den Wohnimmobilienkonzern gegenüber dem zyklischen Chemiekonzern favorisieren würde.

Natürlich hat es einen Quantitätsunterschied gegeben. Die BASF-Aktie kam und kommt noch immer auf über 6 % Dividendenrendite. Vonovia schafft es nicht einmal auf 4 %. Das heißt, dass dazwischen eine ganze Menge liegt.

Trotzdem sind nachhaltige Ausschüttungen etwas, das Einkommensinvestoren favorisieren. Zeit, bei diesen beiden DAX-Aktien über einen Favoritenwechsel nachzudenken. Nachhaltige Ausschüttungen gibt es jetzt nämlich lediglich bei einer dieser beiden Aktien.

Vonovia vs. BASF: Deswegen der Favoritenwechsel

Zwischen Vonovia und BASF hat es bei mir bei dem DAX-Wohnimmobilienkonzern eigentlich das größere Versprechen auf nachhaltige Ausschüttungen gegeben. Auch im Hinblick auf die Historie, die eher von einem moderaten Wachstum geprägt gewesen ist, habe ich mir mehr versprochen. Mehr Qualität, weniger Quantität schien der Deal zu sein.

Dadurch, dass das Management des Wohnimmobilienkonzerns die eigene Dividende nicht einmal um 2 % kürzen möchte, verschwindet eine ganze Menge: die Historie, ein wenig das Vertrauen der Investoren in eine stets nachhaltige Dividende. Im Gegensatz dazu beweist das Management von BASF, dass eine stets stabile Dividende hohe Priorität besitzt. Selbst als das operative Geschäft in die Verlustzone gerutscht ist, zahlte das Management eine stabile Ausschüttung an die Investoren aus.

Durch die Kürzung bei Vonovia haben wir zwar weiterhin ein defensives Geschäftsmodell, so weit, so gut. Das allerdings bietet nicht immer Stabilität bei der Dividende. In der Quintessenz würde ich daher eher meinen Einsatz bei der BASF-Aktie mit über 6 % Dividendenrendite als Dividendenjäger erhöhen. Selbst wenn das operative Geschäft nicht ganz so defensiv und eher zyklisch ist: Im Zweifel würde der Chemiekonzern durch eine Kürzung qualitativ gleichziehen. Nur, dass die Dividendenrendite selbst dann voraussichtlich noch höher wäre.

Es gibt einen Qualitätsunterschied

Zwischen BASF und Vonovia gibt es so manchen Qualitätsunterschied. Wohnimmobilien sind eben kaum mit einem Chemiekonzern zu vergleichen. Aber auch bei der Dividende gibt es einen sehr klaren Trend: einen Chemiekonzern, der sich wirklich um nachhaltige, verlässliche Ausschüttungen für die Investoren bemüht, und einen Wohnimmobilienkonzern, der jetzt kurzerhand um lediglich 2 % die Dividende je Aktie senkt.

Man braucht aus der Mücke natürlich keinen Elefanten zu machen, zumal eine Kürzung um 2 % alles andere als wesentlich ist. Wenn ich jedoch in ein stabiles, hohes passives Einkommen investieren wollte, so würde ich jetzt eher überlegen, bei dem Chemiekonzern meinen Einsatz zu erhöhen.

Der Artikel Vonovia vs. BASF: Und plötzlich ein Favoritenwechsel? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von BASF und Vonovia. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2022

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst (CMFMrClock)


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