Zwar ist es bei Volkswagen  im vierten Quartal 2020 weiter aufwärts gegangen, aber aufgrund der Corona-Krise geht der Konzern von einem etwa nur noch halb so hohen Gewinn im laufenden Geschäft aus.

Diese Zahlen sind bekannt  

Am Freitag teilte VW mit, dass mit einem Wert von rund 10 Milliarden Euro für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen – darunter vor allem weitere Rechtskosten zur Bewältigung der Dieselkrise – gerechnet wird.

Dies beziehe sich auf vorläufiger Zahlen – Ende Februar sollen die abschließenden Daten veröffentlicht werden. Genaue Angaben zum Nettogewinn des vergangenen Jahres machte VW noch nicht, die „Dieselgate“-Belastungen waren zuletzt jedoch deutlich gesunken. Das Unternehmen hatte 2019 im Tagesgeschäft noch ein bereinigtes Betriebsergebnis von rund 19,3 Milliarden Euro verzeichnet.

Für 2020 gab VW den sogenannten Netto-Cashflow im Auto-Kerngeschäft nun mit voraussichtlich rund 6 Milliarden Euro an. Die Entwicklung der zur Verfügung stehenden flüssigen Mittel war durch den Verkaufseinbruch bei weiterlaufenden Kosten zwischenzeitlich unter Druck geraten. Bereits während des ersten Lockdowns flossen bis zu 2 Milliarden Euro pro Woche ab, Volkswagen gab neue Anleihen aus.

Autoverkäufe zogen zum Ende letzten Jahres wieder an 

Seit Kurzem nehmen die Autoverkäufe wieder zu. Zum Jahresende habe es eine „sehr positive Entwicklung“ gegeben, hieß es seitens VW. Auch die Kernmarke VW Pkw habe im vierten Quartal operativ wieder die Gewinnschwelle erreicht. Bei Audi und Porsche sei das Geschäft ebenfalls gut gelaufen. In den internen Programmen zur Verbesserung der Effizienz und Kostensenkung gebe es wichtige Fortschritte.

So reagiert die Börse 

Die am Freitag zunächst um teils mehr als zwei Prozent schwächeren Volkswagen-Aktien wechselten nach den Eckdaten schnell wieder das Vorzeichen. Sie schlossen als zweitbester DAX 30-Wert 1,88 Prozent auf 165,08 Euro. Mit in der Spitze 170,58 Euro holten die VW-Papiere ihre Verluste seit Beginn des Corona-Börsencrashs wieder komplett auf.

Vom Kursschwung profitierte auch der europäische Autosektor. Im DAX wurden die Daimler-Papiere mit ins Plus gezogen. Die BMW-Aktien notierten nur noch minimal schwächer.