Hinter der Aktie von HelloFresh (WKN: A16140) steckt definitiv eine erfolgreiche Wachstumsgeschichte. Spätestens seitdem der COVID-19-Turbo gezündet hat, spielt die Aktie ihr volles Potenzial aus. Das hat unter anderem dazu geführt, dass die Aktie seit Jahresbeginn von 18,84 Euro auf das derzeitige Kursniveau von 46,86 Euro (07.10.2020, maßgeblich für alle Kurse und Bewertungen) steigen konnte. Viel fehlt jedenfalls nicht mehr bis zur Verdreifachung.

Möglicherweise hat diese Aufmerksamkeit dazu geführt, dass der Markt von HelloFresh stärker reguliert werden könnte. Wie, fragst du dich? Ein toller Aufhänger für einen Foolishen Deep-Dive. Lass uns daher schauen, was wir jetzt wissen sollten. Beziehungsweise auch, warum mehr Regulation innerhalb des Marktes nicht schlecht sein muss.

Ernährungsministerin: Strengere Vorgaben geplant

Wie der Nachrichtendienst DPA jetzt berichtet, scheint die Bundesernährungsministerin Julia Klöckner den Onlinehandel mit Nahrungsmitteln stärker regulieren zu wollen. Beziehungsweise strengere Vorgaben zu etablieren, um gesetzlich auf den Boom reagieren zu können.

Demnach sei geplant, dass Behörden unter einem Pseudonym Proben für Kontrollen bestellen können. Das wiederum ist in der herkömmlichen Lebensindustrie bereits gelebte Praxis. Das wiederum soll unterm Strich dazu führen, dass unsichere Erzeugnisse, im Fall der Fälle, schneller aus dem Markt genommen werden können.

Damit hören die Pläne jedoch noch nicht auf: Gleichzeitig soll festgelegt werden, dass bei Onlinehändlern wie HelloFresh die Warenströme schnell nachvollziehbar sein müssen. So sollen betroffene Firmen Informationen zur Rückverfolgbarkeit innerhalb von 24 Stunden und elektronisch an die zuständigen Behörden übermitteln können. Spannende Pläne, die jetzt im Kontext dieses neuen Vertriebswegs von Lebensmitteln bekannt geworden sind.

Vielleicht auch positiv für HelloFresh und Co.?

Einerseits sehen Foolishe Investoren an dieser Stelle natürlich einen klaren Nachteil: Kontrollen müssen zwar sein und sind eher nicht mit Kosten verbunden. Allerdings sind die Pläne der Rückverfolgbarkeit logistisch natürlich ein größerer Aufwand. Um diesem Ziel Rechnung zu tragen, werden die Anbieter möglicherweise ihren Daten mehr Aufmerksamkeit schenken müssen. Das wiederum kann einige Kosten in die Höhe treiben.

Trotzdem ist dieser Schritt möglicherweise einer in eine bessere und wachstumsstärkere Zukunft: Nicht bloß, dass die Bundesregierung anerkennt, dass es sich hierbei um einen neuen, innovativen und in Zeiten von COVID-19 gut genutzten Weg handelt, um Lebensmittel zu beziehen. Nein, sondern Anbieter können sich möglicherweise weiter etablieren und Skepsis ausräumen, wenn Kontrolleure auch die Lebensmittel inspizieren und Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden.

Das ist insgesamt ein Schritt in Richtung eines reiferen, etablierteren Marktes, den wir hier beobachten können. Auch wenn einige der Pläne mit Aufwand und Kosten verbunden sind, könnte es einen positiven Effekt geben.

HelloFresh: Wachstum muss halten!

Für die Wachstumsgeschichte hinter HelloFresh dürfte dieses Thema sowieso eher eine Randnotiz sein. Bei dem innovativen und in letzter Zeit stark gewachsenen E-Commerce-Akteur geht es jetzt darum, das Momentum zu halten. Sowie zu zeigen, dass man nicht bloß eine Eintagsfliege ist.

Die kommenden Quartalszahlen verfolgen Foolishe Investoren garantiert mit einem besonders aufmerksamen Blick. Aber auch die kommenden Quartale und Jahre werden interessant. Gelingt es HelloFresh, sich in der Mitte der Gesellschaft zu halten, so könnte die Aktie jetzt sogar vergleichsweise preiswert sein. Immerhin, die Ernährungsministerin hat diese Entwicklung auf dem Schirm. Ansonsten würde sie sich wohl kaum regulatorisch rüsten wollen.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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