MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der deutliche Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten wird im laufenden Jahr auch bei Wacker Chemie Spuren hinterlassen. Zudem sorgt der Krieg Russlands gegen die Ukraine für viele Unwägbarkeiten. So rechnet der MDax -Konzern zwar mit einem Umsatzwachstum um knapp 13 Prozent auf etwa 7 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (Ebitda) dürfte mit avisierten 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro aber bestenfalls stagnieren. "Dabei belasten höhere Preise für Energie und Rohstoffe die Ergebnisentwicklung voraussichtlich mit rund einer Milliarde Euro", wie der Chemiekonzern am Dienstag mitteilte.

Zudem gibt sich Konzernchef Christian Hartel mit Blick auf die Folgen des Ukraine-Krieges vorsichtig. Die direkten Folgen seien angesichts des geringen Umsatzanteils der Region überschaubar, doch "welche Folgen sich politisch und wirtschaftlich aus dem Überfall Russlands auf die Ukraine noch ergeben könnten, sei gegenwärtig nicht verlässlich abzuschätzen", sagte Hartel./mis/stk